Stichwort Sturzsensor: Fahrrad-Apps kümmern sich um Erste Hilfe

E-Bike-Fahren macht Spaß, ist aber alles andere als ungefährlich. Vor allem wenn du im Gelände unterwegs bist, drohen bei einem Sturz ernste, gesundheitliche Folgen. Hier setzen Crash-Sensoren an, die im Zusammenspiel mit einer App vorher festgelegte Notfallkontakte informieren und per GPS Unfallort-Daten versenden. Wir verraten dir, wie ein solcher Sturzsensor funktioniert, welche Varianten es gibt und wie hilfreich das Feature wirklich ist.

Sturzsensor: Fahrrad-Apps kümmern sich um Erste Hilfe

Einmal zu spät gebremst und schon liegst du auf dem Boden, dein Fahrrad neben dir. Das Risiko zu stürzen gehört zum Mountainbiken dazu, ob mit oder ohne Motor. In den meisten Fällen verhindert eine gute Schutzausrüstung Schlimmeres. Manchmal aber reicht selbst der beste Helm nicht aus. Dann ist schnelle Hilfe notwendig, um bleibende gesundheitliche Schäden oder noch Schlimmeres zu verhindern.

Immer mehr E-Bike-Apps setzen deshalb auf Notruffeatures in Kombination mit Sturzsensoren, die sich an einem Helm befestigen lassen. Hier befassen wir uns damit, was das genau bedeutet und ob dieser smarte Mix tatsächlich für mehr Sicherheit sorgt.

Wie funktionieren Sturzsensoren für E-Biker?

Ein Crash-Sensor für Fahrrad- oder E-Bike-Fahrer funktioniert in der Regel folgendermaßen:

  • Der Sensor erkennt, wenn du beim Biken stürzt, und misst die Wucht des Aufpralls.
  • Bei einem starken Aufprall beginnt die zugehörige App auf deinem Smartphone einen Countdown. Meist macht sich dieser akustisch durch einen Alarmton bemerkbar.
  • Schaltest du den Countdown nicht innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ab, alarmiert die App vorher festgelegte Notfallkontakte. Dabei sendet sie die GPS-Daten des Unfallorts. Deine Notfallkontakte können diese an den Rettungsdienst weitergeben.

Auf diese Art soll vor allem eines sichergestellt werden: dass du, wenn du allein unterwegs bist und einen Unfall hast, so schnell wie möglich professionelle Hilfe bekommst. Schließlich zählt bei manchen Verletzungen jede Sekunde.

Verschiedene Arten von Sturzsensoren

Helme mit Sensor, separate Sensoren zum Nachrüsten oder Smartwatches: Du hast die Auswahl zwischen unterschiedlichen Varianten der Sturzerkennung.

Helme mit Crash-Sensor

Hersteller wie Alpina oder Livall bieten Fahrradhelme mit integriertem Sturzsensor an. Der Vorteil dieser Variante: Du bekommst alles in einem und musst nicht selbst einen Sensor montieren. Das Magazin BIKE hat mehrere dieser Helme einem Test unterzogen und zeigt sich durchaus angetan.

Allerdings gibt es Unterschiede in der Bedienung und in der Verarbeitung des Helms. Letzteres ist entscheidend. Denn mit einem guten Helm ist das Risiko geringer, dass du Hilfe brauchst.

Eine Sonderrolle unter den getesteten Helmen spielt der Poc Kortal Race Mips. Er besitzt keinen Sturzsensor, sondern einen Chip mit dem Namen „NFC Medical ID“. Dieser versorgt Retter am Unfallort mit Informationen zu deinen Vorerkrankungen, Allergien oder deiner Blutgruppe, wenn du nicht mehr sprechen kannst.

Der Haken daran: Viele Rettungsdienste wissen nichts von dieser Funktion. Deshalb ist sie (aktuell) weniger hilfreich, als es im ersten Moment klingt.

Solo-Chips: der Tocsen Sturzsensor

Zu den bekanntesten Crash-Sensoren für Fahrradfahrer und E-Biker gehört der Tocsen Sturzsensor. Einige Hersteller haben ihn in ihren Helm integriert. Alternativ kannst du ihn separat erwerben.

Um den Tocsen Sensor zu verwenden, gehst du folgendermaßen vor:

  1. Klebe den Tocsen Sturzsensor auf deinen Helm. Das funktioniert natürlich nicht nur mit Fahrradhelmen. Der Sensor von Tocsen oder ähnliche Modelle anderer Marken eignen sich auch für das Reiten oder für Helme beim Wintersport.
  2. Lade dir die Tocsen App auf dein Smartphone.
  3. Richte dir einen Account ein und hinterlege deine Notfallkontakte.
  4. Aktiviere die App, sobald du eine Tour beginnst.

Eine Besonderheit des Sensors von Tocsen: Dieser alarmiert bei Stürzen nicht nur deine Notfallkontakte, sondern auch die „Tocsen Rettungsgemeinschaft“, das heißt, alle Tocsen-Nutzer in deiner Nähe. Mit etwas Glück bekommst du so noch schneller Hilfe.

Eine Alternative zum Tocsen Sturzsensor ist der Cratoni C-Safe. Auch dabei handelt es sich um einen Sensor, den du an deinem Helm befestigen kannst. Ein Nachteil gegenüber dem Tocsen Sensor besteht darin, dass es nur einen optischen Countdown mit LED-Anzeige, keinen akustischen gibt.

Unfallerkennung durch Garmin

Auch einige Smartwatches von Garmin sind mit einer Unfallerkennung ausgestattet. Diese funktioniert nach bekanntem Prinzip. Geräte ohne LTE-Service müssen über Bluetooth mit deinem Smartphone und der Garmin Connect-App verbunden sein. In der App hinterlegst du auch deine Notfallkontakte.

Mit Strava Beacon kannst du bis zu drei Kontakten erlauben, deine Fahrt in Echtzeit zu verfolgen. Allerdings gibt es hier keinen Crashsensor und auch keine automatischen Nachrichten an deine Kontakte.

Sicherheit für dein Fahrrad – die PowUnity App

Deine persönliche Sicherheit ist das eine, aber wie schützt du dein E-Bike? Ganz einfach: Mit der PowUnity App und dem GPS-Tracker BikeTrax. Durch diese starke Kombination erhältst du bei einem Diebstahlversuch sofort eine Benachrichtigung auf deinem Smartphone. Außerdem kannst du dein E-Bike in Echtzeit verfolgen und den Standort über die App an die Polizei weitergeben.

Macht eine App mit Sturzfunktion Sinn?

Vor allem wenn du allein ohne Begleiter unterwegs bist, wird ein Unfall in unwegsamem Gelände schnell lebensbedrohlich. Ein Sturzsensor mit zugehöriger App sorgt dafür, dass Hilfe schnell eintrifft, ob beim Mountainbiken, Skifahren oder Reiten.

Dabei spielt es keine große Rolle, ob du einen Fahrradhelm mit integriertem Sensor oder einen einzelnen Chip zum Aufkleben wie den Tocsen Sturzsensor verwendest.

Entscheidend ist, dass App und Sensor zuverlässig funktionieren. Dann können sie sogar zu Lebensrettern werden. Auch Chips wie der „NFC Medical ID“ haben ein großes Potenzial. Allerdings lässt sich dieses nur nutzen, wenn Rettungsdienste darüber Bescheid wissen. Aktuell empfehlen wir vor allem klassische Sturzsensoren sowie eine E-Bike-App mit Notruffunktion – und natürlich die Kombination aus PowUnity App und dem GPS-Tracker BikeTrax, damit auch dein E-Bike sicher ist.

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