Sicherheit beim Freeriden




read  ·   12. Oktober 2016


Natur – Bewegung – Freiheit

Aktuell der alpine Trend schlechthin: Freeriding – das Skifahren im freien Gelände, abseits von präparierten Pisten. Beim Freeriden handelt es sich genau genommen um keine eigene Sportart. Das Tiefschneefahren es ist ein Trend, der ein gewisses Lebensgefühl vermittelt.

Freerider genießen die Natur, die Freiheit, die Unabhängigkeit: das Hinweggleiten über den Schnee gibt einem das Gefühl zu fliegen.

PowUnity Freeriderin im freien Gelände.

Phänomen Freeriden: ein Lebensgefühl!

Aber nur wenn man Erfahrung und Übung mit den Techniken des Tiefschneefahrens hat. Sonst wird es nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich.

Freiheit trifft Risiko

So befreiend das Skifahren im freien Gelände ist, es birgt leider auch einige Risiken. Die größten Gefahren heißen „Lawine “ und „Gletscherspalte“. Sicherheit beim Freeriden spielt eine große Rolle – für dich und deine Kameraden!

Worauf Freerider achten müssen, um sicher ins Tal zu kommen?
Wir haben für dich ausgearbeitet, was du als Freerider wissen musst, um das Risiko am Berg zu minimieren.

Sicherheit beim Freeriden

Die richtige Ausrüstung, passende Schnee- und Wetterbedingungen, gute körperliche Verfassung und viel Verantwortungsbewusstsein – so bist du als Freerider möglichst sicher im Gelände unterwegs.

1. Die Ausrüstung

Auch wenn die Investition in eine gute Ausrüstung nicht ganz günstig ist – sie lohnt sich. Mit der richtigen Ausstattung kannst du dich und andere Personen vor Gefahren am Berg schützen.

Was gehört unbedingt zu einer professionellen Lawinen-Ausrüstung im freien Gelände?

  • Helm
  • Schaufel
  • Rückenprotektor
  • LVS-Gerät
  • Sonde
  • Handy
  • Erste-Hilfe-Set

Damit kannst du die Sicherheit am Berg noch zusätzlich erhöhen:

  • Airbag-Rucksack
  • Karte
  • Kompass
  • Höhenmesser

Aber Achtung: die beste Ausrüstung nutzt nichts, wenn du sie nicht benutzen kannst!

Die ersten 15 Minuten nach einem Lawinenabgang sind lebensentscheidend für Verschüttete. Du hast im Ernstfall keine Zeit, dir die Bedienungsanleitung deines Lawinenpieps durchzulesen. Mach dich also im Vorhinein mit den Geräten vertraut und sei sicher, dass du sie benutzen kannst. Es ist wichtig, den Umgang mit der Ausrüstung immer wieder zu üben, am besten zu Beginn, aber auch während der Saison.

Bei Veranstaltungen wie beispielsweise der Alpinmesse in Innsbruck kannst du dich über alles informieren, was du rund um das Thema „Sicherheit beim Freeriden“ wissen musst: hochwertige Ausrüstung, Information und Anleitung durch Profis und genug Möglichkeiten zum Üben. Lass dir diese Chance nicht entgehen – für deine eigene Sicherheit!

Gemeinsam mit deinen Kameraden solltest du den Notfall außerdem immer wieder durchspielen – bestenfalls unter möglichst „echten“ Rahmenbedingungen im Schnee. So könnt ihr Schnelligkeit und Sicherheit im Umgang mit eurer Ausrüstung gewinnen. Das kann Leben retten!

2. Nur nichts überstürzen

Es ist wichtig, dass du deine eigene Leistungsfähigkeit richtig einschätzt. Als Tiefschnee-Neuling solltest du dir einfache Routen suchen und dich Schritt für Schritt an das Phänomen Freeriden herantasten. Je mehr Erfahrung du sammelst, desto besser kannst du Risiken später einschätzen.

Vor allem am Anfang deiner Freeride-Karriere ist es empfehlenswert, in Begleitung von Profis unterwegs zu sein. In den meisten Ski- und Freeride-Destinationen gibt es professionelle Bergführer und Guides, mit denen du sichere Touren unternehmen kannst. Informiere dich am besten vorab online über Termine und Preise.

Freerider am Berg vor der Abfahrt

Nie alleine losziehen – von erfahrenen Freeridern lernen, wie man sicher abfährt.

Einfach mal drauflosfahren und sehen was passiert? Keine gute Idee! Eine große Tour will gut geplant sein. Dazu gehört es, Karten, Schneeberichte und Wetterprognosen zu lesen – und zu verstehen. Und es ist wichtig, das Gelände zu kennen, in dem man unterwegs ist.

Viele Ski- und Freeride-Destinationen, aber auch Alpinsportvereine bieten regelmäßig Kurse rund um das Thema „Sicherheit am Berg“ und „Lawinenkunde“ an. Bei SAAC – Snow & Alpine Awareness Camps, SnowHow und der Snowacademy gibt es eigene Freeride-Camps für Jugendliche und Erwachsene.

Du solltest dich aber nicht nur vorab informieren, sondern auch direkt am Berg immer uptodate bleiben! PowUnity empfiehlt dafür: SnowSafe. Die SnowSafe-App bietet dir detaillierte Berichte über die aktuelle Lawinenlage, Wettervoraussagen, einen Kompass und die Möglichkeit, die Steigung des Geländes zu messen. SnowSafe alarmiert dich mittels Instant Messages, falls sich die Voraussagen ändern. So kannst du mobil und möglichst schnell für deine Sicherheit am Berg sorgen.

3. Auf die Gruppendynamik achten

Als (Extrem-)Sportler solltest du generell nie alleine unterwegs sein, weder im freien Hang noch bei der Abfahrt durch den Wald. Denn: sollte etwas passieren, bist du auf Hilfe deiner Kameraden angewiesen!

Plane deine Touren also immer mit Begleitpersonen, Freunden oder bestenfalls mit professionellen Ski- und Bergführern!

Worauf Freerider-Gruppen achten sollten: eine große Gruppe sollte nie gleichzeitig einen Steilhang abfahren. Das kann den Druck auf die Schneedecke und das Risiko, eine Lawine oder ein Schneebrett auszulösen, erhöhen. Bei Hängen ab 35° Steigung, sollte ein Entlastungsabstand von 20m zwischen den einzelnen Fahrern eingehalten werden. In besonders steilen Hängen fahrt ihr besser 30-50 Meter versetzt.

Bei Abfahrten in der Gruppe solltet ihr euch außerdem Treffpunkte ausmachen. Wenn einer vorfährt, wartet er auf den nächsten – aber natürlich an einem möglichst sicheren Punkt außerhalb des Steilhanges. So habt ihr euch gegenseitig im Blick und niemand geht verloren.

Für Gruppen ist es generell wichtig, einen Gruppenführer zu bestimmen und das von Anfang an klar zu kommunizieren. Es geht darum, eine ausgesprochene Rolle zu vergeben. Sonst kann es passieren, dass Gruppenmitglieder eventuelle Bedenken nicht äußern und sich unterordnen. Wenn es eine Person gibt, die als Gruppenführer bestimmt wurde, werden Entscheidungen aktiver angesprochen und jeder sollte zu Wort kommen.

Freerider bei der Abfahrt einer steilen Piste.

Sicherheit beim Freeriden: Steile Pisten besser einzeln befahren.

Ganz allgemein gilt immer: die Fähigkeiten und Bedürfnisse aller Kameraden sind zu beachten!

Die Gruppendynamik soll nicht dazu verleiten, potentielle Gefahren zu übersehen und zu hohe Risiken einzugehen. Wenn eine Person sich unsicher fühlt, soll die Abfahrt abgebrochen werden. Lieber einmal öfter „Nein“ sagen, als ein Unglück zu riskieren.

4. Nicht ohne Ski im Hang sein

Es passiert schnell, dass du beim Tiefschneefahren stürzt und sich die Bindung deines Skis öffnet. Vor allem bei hohem Tempo gehen die Ski leicht im Tiefschnee verloren. Was tun?

Dein nachfolgender Fahrer kann dir deinen Ski aus dem Hang mitnehmen oder zureichen. Solltest du alleine unterwegs sein – was wir dir nicht empfehlen! – heißt es wohl zurücksteigen, graben und den Ski wiederfinden.

Freerider gestürzt im freien Gelände

Sicherheit beim Freeriden: ein Sturz kann zum Verhängnis werden.

Du möchtest natürlich weder deinen teuren Ski verlieren, noch das Freeride-Erlebnis abbrechen und zu Fuß ins Tal marschieren. Trotzdem ist die Zusatzbelastung, die durch das Gehen auf die Schneedecke wirkt, nicht zu verachten. Fußgänger üben durch das punktuelle Auftreten eine große Belastung auf ihren Untergrund aus. Sie sinken tiefer ein und es steigt die Gefahr, die Struktur der Schneedecke zu stören und ein Schneebrett auszulösen. Am Gletscher erhöht das „Herumspazieren“ ohne Ski außerdem das Risiko eines Spaltensturzes.

Dein Ziel muss sein: so schnell wie möglich wieder im Ski stehen und den Hang verlassen. Was kannst du tun, um deinen verloren gegangenen Ski möglichst schnell wieder zu finden?

NeverLose your gear

NeverLose von PowUnity schützt deine Ski vor Verlust und sorgt für Sicherheit beim Freeriden: Bluetooth, ein Bewegungssensor, akustischer Alarm und die NeverLose-App helfen dir, deinen Ski zu orten und im Tiefschnee schnell zu finden.

Wie das funktioniert?

Wenn dein NeverLose Gerät mit deiner Mobile-App verbunden ist, sendet der Sensor am verlorenen Ski einen 96 db lauten Alarm aus, den du nicht nur hören, sondern auch über dein Handy orten kannst. So findest du deinen Ski schnell wieder, kannst die Abfahrt fortsetzen und das Risiko minimieren.

NeverLose wird mit einer klebenden Bodenplatte am Ski montiert. Dein Ski wird dabei nicht beschädigt. NeverLose gibt es in drei tollen Designs: rot, grün und schwarz. Du kannst den Sensor mit einer speziellen Halterung im Sommer auch auf dein Bike montieren und als Diebstahlsicherung fürs Fahrrad benutzen.

NeverLose Ski mit NeverLose Sensor darauf vor einer weißen Bergkette

NeverLose schützt deine Ski vor Verlust.

Falls du deine Zeit im freien Gelände ohne Risiken genießen willst, informier dich hier genauer über NeverLose oder schau in unserem Online-Shop vorbei und bestell dir deinen NeverLose für entspannte Freeride-Erlebnisse am Berg.