Fahrradschloss mit GPS – so schützt du dein E-Bike

Wer viel Geld in ein neues Pedelec investiert hat, fragt sich, wie er es am besten vor Diebstahl schützen kann. Die ideale Lösung: das richtige E-Bike-Schloss, Komponentensicherung und ein GPS-Tracker. Wir erläutern, welche Typen von Fahrradschlössern es gibt und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Schlossarten haben. Außerdem erfährst du, wie du durch die richtige Kombination von verschiedenen Schlössern und einem GPS-Tracker den besten Schutz für dein Bike erzielst.

Die sichersten Schlösser für Fahrrad & E-Bike – darauf musst Du achten!

Etwa alle zwei Minuten verschwindet in Deutschland ein Fahrrad. 260.956 gemeldete Diebstähle waren es 2020 in Deutschland (Quelle: Bundeskriminalamt @Statisa 2021), die Dunkelziffer dürfte doppelt so hoch sein. Versichert waren von diesen Rädern rund 145.000 Räder. Es wurden im Vergleich zum Vorjahr 5.000 Räder weniger als im Jahr 2019 gestohlen gemeldet (Quelle: GDV), die Schadenssumme ist jedoch bei etwa 110 Millionen Euro gleich geblieben. Nicht verwunderlich, denn E-Bikes zum Beispiel kosten viel mehr als Fahrräder. Nicht zuletzt seit dem E-Bike-Boom der 2020er Pandemie-Zeit besitzen viel mehr Menschen ein Rad mit Elektroantrieb. Zahlen dazu, wie viele der gestohlenen Räder 2020 einen Elektroantrieb hatten, gibt es zwar nicht. Allerdings deutet die gleichbleibende Schadenssumme der Fahrradversicherungen trotz 6 % weniger gemeldeter Diebstähle darauf hin, dass immer mehr E-Bikes zur beliebten Diebesbeute zählen. Deshalb macht es auch wenig Sinn, dich beim Schutz von Rädern und insbesondere E-Bikes auf ein Rahmenschloss für 15 Euro zu verlassen.

Besonders E-Bikes sind aufgrund des hohen Kaufwertes ein beliebtes Diebesgut.

Wie du dein Rad richtig vor Diebstahl schützt, klären wir hier. Dazu befassen wir uns mit verschiedenen Schlössern und eventuellen zusätzlichen Funktionen. Zudem gehen wir darauf ein, warum ein gutes E-Bike-Schloss allein nicht ausreicht, sondern nur die Kombination aus einem Komponenten-Schloss und einem Fahrradschloss mit GPS-Tracker optimalen Schutz bietet. Als letzteres ist ein unabhängiger GPS-Tracker gemeint, der nicht, wie bei i lock it, mit dem Fahrradschloss verbunden ist, sondern unabhängig von ihm das Bike schützt.

Wenn du diese Tipps beherzigst, dann noch auf den richtigen Abstellort achtest und das Abschließen nicht vergisst, kannst du dein teures Fahrrad oder E-Bike mit einem guten Gefühl parken.

Welches Schloss fürs Fahrrad? – Die 6 wichtigsten Modelle im Vergleich

Insgesamt unterscheidet man sechs Fahrradschloss-Typen:

  1. Rahmenschlösser
  2. Kabelschlösser
  3. Kettenschlösser
  4. Textilschlösser
  5. Faltschlösser
  6. Bügelschlösser

Wichtig: Eine starke Kette allein ist kein ausreichender Schutz. Auch das richtige Schließsystem spielt eine wichtige Rolle. Neben den gängigen Schließzylindern und Zahlenschlössern gibt es Schlösser, die per App oder Fingerprint entriegelt werden. Eine Alarmanlage kann ebenfalls bereits im Schloss integriert sein.

Rahmenschloss – nur als Wegfahrsperre geeignet

Rahmenschloss - Schlösser fürs Fahrrad
Manche herkömmlichen Fahrrad-Modelle (zum Beispiel Holland- oder Cityräder) haben Rahmenschlösser serienmäßig verbaut. Du erhältst ein Rahmenschloss aber auch nachträglich und auch als Fahrradschloss für ein E-Bike.

Dabei handelt es sich um ein Schloss, das, wie der Name schon sagt, am Fahrradrahmen angebracht ist; meistens am Hinterbau, unterhalb der Sattelstreben. Das Rahmenschloss ist ringförmig und besteht aus einem Hartplastik- oder Stahlgehäuse.

Das Prinzip dahinter ist einfach:

  1. Ein ebenfalls stählerner Ring oder Bügel wird durch die Speiche geschoben.
  2. Er rastet ein und umschließt die Felge.
  3. Dadurch blockiert das Hinterrad.

Der Schließmechanismus funktioniert bei einem einfachen Rahmenschloss mit einem Schlüssel. Bei manchen Modellen kann dieser nicht abgezogen werden, wenn das Schloss geöffnet ist. So hast du den Schlüssel immer zur Hand, wenn du dein Fahrrad abschließen muss. Rahmenschlösser im höheren Preissegment lassen sich elektronisch ver- und entriegeln. Sie funktionieren per Funkschlüssel oder App.

  • Einfaches und bequemes Handling
  • Ist am Fahrrad angebracht und nimmt daher keinen Stauraum weg.
  • Kostengünstig:
    schon ab 15 – 170 Euro

  • Sehr unsicher: verhindert nur das rasche Wegfahren, allerdings nicht das Wegtragen. Leichte Beute für Langfinger, denn knacken können sie das Schloss in Ruhe später auch noch.
  • Nur sinnvoll als Ergänzung zu einem anderen Schloss, einer Kette oder einem Drahtkabel.
  • Als alleiniges Schloss nur für kurze Abstelldauer geeignet.

Die Firma „i lock it“ hat das Rahmenschloss modernisiert und mit einem integrierten GPS-System neu auf den Markt gebracht. Ist diese smarte Variante deshalb sicherer? „i lock it“ verfügt zwar über einen Diebstahlalarm bei unerlaubter Bewegung. Da aber auch „i lock it“ ein am Fahrrad angebrachtes Schloss ist, kann es vom Dieb gesehen und geknackt werden. Bleibt das Schloss am Tatort zurück, ist auch der integrierte GPS-Tracker nicht mehr brauchbar. Der Besitzer kann nicht mehr nachvollziehen, wo sich das gestohlene Fahrrad hinbewegt.

(Panzer-)Kabelschloss – Schutz für das Zubehör

Kabelschloss - Schlösser fürs Fahrrad
Kabelschlösser bestehen aus geflochtenen, wenige Millimeter dünnen Stahlseile, ummantelt mit einer Plastikhülle und mit einem – meist vierstelligen – Zahlenschloss als Verschluss. Kabelschlösser sind bunt und kringeln sich, ähnlich wie Geschenkbänder. Der Nachteil: Genauso einfach lassen sie sich auch öffnen.

Dem Kabelschloss ähnlich, aber deutlich sicherer, ist das Panzerkabelschloss. Es besteht ebenfalls aus geflochtenen Stahlseilen, zusätzlich ummantelt mit Kapseln aus gehärtetem Stahl. Diese Kapseln oder Hüllen können sich mehr oder weniger zueinander verschieben. So behalten auch Panzerkabelschlösser ihre Flexibilität – je nach Modell – bei. Als Verschluss kommt ein Zahlen- oder ein Zylinderschloss zum Einsatz.

  • Einfaches und bequemes Handling
  • Wiegt wenig und ist einfach zu verstauen in Rucksack oder Tasche. Alternativ kann man das Kabelschloss um den Lenker oder die Sattelstütze wickeln.
  • Kostengünstig:
    einfaches Kabelschloss: 5 – 35 Euro
    Panzerkabelschloss: bis zu 110 Euro
  • Leicht:
    Gewicht 0,1 – 1,5 kg

  • Sehr unsicher: dienen eher der symbolischen Sicherung auf einsehbaren oder überwachten Plätzen. Nicht umsonst bezeichnet man sie als Geschenkbänder für Diebe. Für diese ist es ein Leichtes, Kabelschlösser mit einem einfachen Bolzenschneider innerhalb weniger Sekunden zu durchtrennen.
  • Eignen sich vor allem als Ergänzung zu anderen Schlössern, um beispielsweise Einzelteile wie Sattel, Helm oder Laufräder zu sichern.

Kettenschloss – sicher? Kommt drauf an

Kettenschloss - Schlösser fürs Fahrrad
Kettenschlösser gelten als Klassiker unter den Fahrradschlössern: stählerne Kettenglieder (ab 4 mm), abgerundet oder mehrkantig, ergänzt um ein ebenso stabiles Vorhänge-, Zahlen- oder Zylinderschloss. Um Kratzer und Lackschäden am Fahrrad zu vermeiden, sind die Ketten mit reißfestem und widerstandsfähigen Textil oder Kunststoff ummantelt. Ein Kettenschloss ist flexibler als ein Falt- oder Bügelschloss, dafür aber oft schwerer. Die Sicherheit hängt von der Dicke der Kettenglieder ab, die bis zu 15 Millimeter dick sind. Handelt es sich um ein hochwertiges Modell, reicht ein Bolzenschneider nicht aus. Um das Schloss zu knacken, benötigen Diebe mindestens eine Flex, eine Säge oder einen Schweißbrenner.

  • Relativ sicher: Hochwertige, dicke Ketten bieten guten Schutz
  • Platzsparend: Ein Kettenschloss lässt sich prinzipiell gut verstauen.

  • Je nach Modell kann esziemlich schwer sein (0,3 – 4 kg) und viel Platz im Rucksack einnehmen.
  • Sichere Varianten sind recht teuer: Kettenschlösser mit Kettenglieder zwischen ca. 4 – 7 mm: 10 – 50 Euro / dickere Schlösser: bis zu 200 Euro

Textil-Fahrradschloss – überraschend unsicher

Textilschloss - Schlösser fürs Fahrrad
Reine Textilfahrradschlösser bestehen aus mehreren, schichtweise miteinander verwobenen Faserstoffen. So verursachen sie weder Kratzer noch Lackschäden am Rad. Einige Varianten umschließen zusätzlich ein Metallseil.

Je nach Modell ist das Schloss mehr oder weniger wasser- und schmutzabweisend sowie feuerfest. Als Verschluss dienen Ösen, die ineinandergeschoben und anhand eines Mini-Bügelschlosses (das noch einmal extra Gewicht mit sich bringt) abgeschlossen werden.

Textilschlösser sind vom Gewicht ähnlich schwer wie Falt- oder Bügelschlösser. Längere Textilschlösser eignen sich vor allem, um Lastenräder, Räder mit langem Radstand oder mehrere Räder auf einmal abzuschließen, da sie sich im Gegensatz zu den Metallschlössern einfacher um den Fahrradrahmen und einen Gegenstand wickeln lassen. Auch in Rucksack, Tasche oder Korb kann man sie leicht verstauen. Außerdem gibt es Modelle mit Gurtverschluss. So kannst du dir das Textilschloss umschnallen. Und wie steht es um ihre Sicherheit?

In einem YouTube Testvideo der Stiftung Warentest wird ein Textilschloss der Firma „tex-lock“ mit einer 11 € billigen Kleinsäge aus dem Baumarkt in 15 – 30 Sekunden auseinander gesägt. Bei dem Versuch hantieren nicht mal Diebe mit professionellem Werkzeug:

Darauf hat die Firma reagiert und das Nachfolgemodell „tex-lock 2“ rausgebracht, bei dem auf der Verpackung mittlerweile „Säge-resistent“ steht. Dieses wurde von Vit:Bikes in einem Versuchsvideo ebenfalls unter die Lupe genommen:

Das Fazit? Textilschlösser wie das „tex-lock 2“, die eine Metallkette im Inneren des Schlosses verwebt haben, sind schwerer aufzubrechen, als bloße Schlösser aus Textil. Trotzdem kann es Dieben gelingen, sie mit einer Säge und Bolzenschneider innerhalb von Minuten zu knacken. Ein Textilschloss allein würden wir als Diebstahlschutz also weniger empfehlen.

  • Einfaches und bequemes Handling
  • Mit Kette ähnlich schwer wie Falt- und Bügelschlösser : ca. 1,5 kg bei einer Länge von 1,20 m.
  • Lassen sich um den Fahrradrahmen wickeln oder praktisch in Rucksack, Tasche oder Korb verstauen. Außerdem gibt es Modelle mit Gurtverschluss, die es ermöglichen, sich das Textilschloss umzuschnallen.

  • Wenig sicher: Reine Textilschlösser sind bieten keine Sicherheit, können mit einer Säge aus dem Baumarkt aufgebrochen werden.
  • Recht teuer: 90 – 200 Euro

Bügelschloss – Top-Schutz für dein Fahrrad

Bügelschloss - Schlösser fürs Fahrrad
Bügelschlösser erinnern an ein überdimensionales Vorhängeschloss. Sie bestehen aus einem u-förmigen und mit Kunstoff ummantelten Metallbügel, der bis zu 20 Millimeter dick sein kann. Hochwertige Modelle sind außen verhärtet und innen etwas „weicher“, damit Kältesprayattacken ihnen nichts anhaben können. Die Bügelenden werden in das eigentliche Schloss, einen Metallzylinder mit zwei Öffnungen, gesteckt. Der Schließmechanismus funktioniert mit einem Schlüssel.

Aufgrund seiner starren Form bietet der Bügel wenig Angriffsfläche für Werkzeug. Lediglich eine Flex oder ein Schweißgerät sind erfolgversprechend. Allerdings muss das Bügelschloss an zwei Stellen durchtrennt werden, um es zu entfernen. Das ist sehr aufwendig und vor allem auffällig.

Um Dieben ihr Vorhaben zusätzlich zu erschweren, achte darauf, das Bügelschloss so anzubringen, dass ein einseitig aufgebrochener Bügel nicht freigedreht werden kann, Diebe also zwei Seiten aufschneiden müssen. Die Zylinder sind so konstruiert, dass das Öffnen ohne passenden Schlüssel oder gar Lockpicking nahezu unmöglich ist.

Einziger Nachteil: die im Gegensatz zu einem Kettenschloss starre Form und die dadurch eingeschränkte Flexibilität.

Achte beim Kauf eines Bügelschlosses darauf, dass der Bügel lang genug ist, um neben dem Fahrrad eine Laterne, einen Zaun oder Ähnliches umschließen zu können.

  • Lassen sich einfach abschließen.
  • Sehr sicher

  • Bügelschlösser sind groß und nehmen im Vergleich zu Ketten- oder Faltschlössern mehr Platz ein. In der Regel ist eine spezielle Schlosshalterung am Fahrrad notwendig.
  • Eher schwer:
    0,8 – 3 kg
  • Hochwertige Bügelschlösser sind recht teuer:
    30 – 220 Euro

Faltschloss – hohe Sicherheit und Flexibilität

Faltschloss - Schlösser fürs Fahrrad
Falt- oder auch Gelenkschlösser sind eine Mischung aus Ketten- und Bügelschloss. Sie bestehen aus länglichen, starren Gliedern. Durch Zusammenfalten können Faltschlösser platzsparend verstaut werden.Erhältlich sind sie mit Zylinder- oder Zahlenschloss.

Bewährtes Material ist beim Faltschloss ebenfalls gehärteter Stahl. Mittels Gelenken (ähnlich einem Zollstock) lässt sich das Schloss zusammenfalten. Dadurch behalten Faltschlösser ihre Flexibilität. Darüber hinaus sind sie stabil und schwierig zu durchtrennen. Die beweglichen Glieder und das flache Profil erschweren das Ansetzen von Säge oder Bolzenschneider. Nichtsdestotrotz ist das Fahrrad nichteinmal mit einem Faltschloss zu 100 Prozent vor Diebstahl gesichert. Die COYA Fahrradversicherung führt in ihrem YouTube Video vor, wie sie in weniger als 30 Sekunden das Faltschloss-Modell Abus Bordo Big 6000 mit einem Bolzenschneider durchtrennen:

Trotzdem gelten Faltschlösser zu den sichersten Fahrradschlössern auf dem Markt. Um das Faltschloss zu druchtrennen, ist sehr viel Kraft nötig, die – eingestanden – nicht jeder besitzt. Ist das Schloss zum Beispiel parallel zum Boden angebracht hat, kann die Hebelwirkung des Bolzenschneiders besonders gut wirken und das Schloss wahrscheinlicher durchtrennt werden, als wenn es senkrecht zum Boden an einen Gegenstand (Laternenpfahl o. ä.) angebracht ist.

  • Einfache und flexible Handhabung
  • Durch Zusammenfalten können Faltschlösser platzsparend verstaut werden.
  • Relativ Sicher: stabil und schwer zu knacken, jedoch kein 100-prozentiger Diebstahlschutz

  • Relativ schwer: 0,3 – 2 kg
  • Hochwertige Faltschlösser mit starken Segmenten können recht teuer sein:
    30 – 180 Euro

Fazit: Welches Schloss für Fahrräder bietet den besten Schutz?

Als sicherste Variante empfehlen Experten immer noch ein solides Bügelschloss von etablierten Marken, aber auch Faltschlösser und schwere Kettenschlösser bieten einen guten Schutz für dein Rad. Kabel- und Spiralschlösser sollten eher als Zusatz- oder Notfallschloss zum Einsatz kommen. Ein Rahmenschloss allein empfehlen wir nicht.

Den effektivsten Schutz gegen Fahrraddiebstahl erhält man durch Kombination mehrerer Sicherungssysteme.

Beim Diebstahlschutz von Fahrrädern bzw. E-Bike Fahrradschössern gilt: Kombiniere lieber ein mechanisches Fahrradschloss mit GPS-Systemen wie dem BikeTrax GPS-Tracker und sichere noch dazu deine Fahrradteile mit einem zusätzlichen Komponentenschloss. Beachte, dass sich Diebe auf einen Schlosstyp und dafür geeignetes Aufbruchwerkzeug spezialisiert haben. Außerdem versuchen sie in der Regel nicht länger als drei Minuten, Fahrradschlösser aufzuknacken. Wenn du einen 3-fach Schutz verwendest, bist du sicherer unterwegs, als nur mit einem Schloss.

Funkschlüssel, Alarmfunktionen, Temperaturfühler: Mehr Sicherheit durch zusätzliche Schlossfunktionen?

Teure Varianten nahezu aller Fahrradschloss-Modelle sind wahlweise mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Ob und wie hilfreich sie sind, sprengt den Rahmen dieses Artikels, einen kleinen Auszug für Neugierige haben wir trotzdem vorbereitet:

  • Bei einem elektronischen, schlüssellosen System funktioniert das Ver- und Entriegeln via Funkschlüssel, Bluetooth oder per App. Aufladen kannst du ein solches System über USB.
  • Die Zylinderschlösser hochpreisiger Schlösser schützen vor (Lock-)Picking. Darunter versteht man das Knacken eines Schlosses ohne passenden Schlüssel und ohne es zu beschädigen.
  • Außerdem gibt es Schlösser mit sogenannten „intelligenten Alarmfunktionen“, gleichsam eine integrierte Alarmanlage. Dabei reicht der Alarm von einem kurzen Warnton bei einer kleinen Erschütterung (ausgelöst beispielsweise durch einen Fußball) bis hin zu einem durchgehenden Alarmsignal bei unerlaubtem Bewegen des Fahrrads. Fahrradschlösser, die per App mit dem Smartphone verbunden sind, schicken zusätzlich eine Benachrichtigung an den Besitzer, ebenfalls eine wertvolle Funktion.
  • Alternativ gibt es Systeme, die keinen Warnton als Alarm abgeben, wenn sich das Fahrrad bewegt, und stattdessen nur den Besitzer über das Smartphone informieren.
  • Kleinere technische Kniffe sind beispielsweise LED-Leuchtschlüssel oder Temperaturfühler, die Frost- und Schmelzangriffe erkennen.

Orientierungshilfen bei der Wahl von Fahrradschlössern für Fahrräder und E-Bikes

Generell gilt: Wer sich ein hochwertiges und teures Fahrrad kauft, sollte beim Fahrradschloss nicht zu sparen beginnen. Investiere mindestens 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises in die Sicherung des Fahrrads oder E-Bikes.

Soll in etwaigen Schadensfällen außerdem eine Fahrradversicherung oder im speziellen Fall eine E-Bike Versicherung greifen, ist es wichtig, die notwendigen Kriterien bei der jeweiligen Versicherung abzuklären. Viele setzen voraus, dass das Fahrradschloss über eine Zertifizierung verfügt. Gängige Siegel bei Fahrradschlössern sind: CE-Kennzeichen, DIN-Kennzeichen, TÜV-Siegel, VdS-Zertifizierung sowie das adfc-Siegel.

Zertifizierungen

  • Die CE-Kennzeichnung dient dem Verbraucherschutz. Sie sagt aus, dass ein Fahrradschloss die geltenden EU-Richtlinien sowie -Verordnungen erfüllt.
  • Die DIN-Kennzeichnung ist die Bestätigung für eingehaltene Normen.
  • Das TÜV-Siegel gibt an, dass ein Fahrradschloss die gesetzlichen Anforderungen des Staates erfüllt.
  • Das VdS-Siegel stammt von der unabhängigen Zertifizierungsstelle VdS („Vertrauen durch Sicherheit“) Schadenverhütung GmbH. Sie ist Teil der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. und zuständig für sicherheitsrelevante Produkte. Bei der Prüfung steht die tatsächliche Sicherheit im Mittelpunkt, nicht staatliche Richtlinien.
  • Eine adfc-Zertifizierung erhalten Fahrradschlösser, wenn sie das DIN EN 15496 Testverfahren bestanden haben. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (adfc) hat den Einheitstest entwickelt, um zu prüfen, wie sicher- und alltagstauglich Fahrradschlösser sind – ebenso wie widerstandsfähig sie gegen Gewalteinwirkung jeglicher Art sind.
  • Zu den Mindestanforderungen gehört unter anderem: Das Schloss muss eine Sägedauer von 45 Sekunden aushalten, bis minus 20 Grad schlagfest sein sowie einer Zugkraft von 30 kN (Kilonewton) und einer Bohrdauer von 120 Sekunden standhalten.

Schlösser fürs Fahrrad: Übersicht über Sicherheitsstufen

Jedes Fahrradschloss ist einer Sicherheitsstufe zugeordnet. Da es allerdings keine einheitlichen Vorgaben gibt, ist es schwierig, Fahrradschlösser verschiedener Marken miteinander zu vergleichen. So bewertet und gewichtet jeder Hersteller anders (zum Beispiel nach Sicherheit, Alltagstauglichkeit, Benutzerfreundlichkeit oder Design) und vergibt seine eigenen Sicherheitslevel. Diese können von 5 oder 10 bis 15 oder sogar 100 Stufen reichen. Sie dienen lediglich der Orientierung und ermöglichen den Vergleich unterschiedlicher Modelle einer Marke.

Generell, und unabhängig vom Hersteller, gilt jedoch: Je höher die Sicherheitsstufe eines Fahrradschlosses, desto größer der Widerstand bei versuchtem Diebstahl und desto höher der Preis.

Im Umkehrschluss könnte man davon ausgehen, dass die teuersten Modelle auch die sichersten seien. Doch so einfach ist es nicht. Selbst hoch eingestufte Schlösser können in der Praxis versagen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, beim Kauf eines Fahrradschlosses, darauf zu achten, dass es von der Stiftung Warentest geprüft wurde und/oder ein VdS- bzw. adfc-Siegel aufweist.

Der neue Sicherheitsstandard – Hightech-Diebstahlschutz durch GPS-Tracking

Weil E-Bikes teilweise das Zehnfache eines guten herkömmlichen Fahrrads kosten, reicht ein Schutz durch mechanische Schlösser allein nicht aus.

Zwar kann das Bike mit dem Schloss der Wahl an einem fest verankerten Gegenstand (Laternenpfahl, Zaun, Fahrradständer o.ä.) befestigt und so gesichert werden. Da aber wirklich JEDES Schloss geknackt werden kann, empfehlen wir, ein mechanisches Fahrradschloss mit GPS-Systemen und einem weiteren Komponenten-Schloss zu kombinieren.

So funktionieren GPS-Tracker am E-Bike

GPS-Tracking ist nicht neu, aber die Art und Weise, wie smarte GPS-Tracker funktionieren und zur Diebstahlsicherung eingesetzt werden, hat sich verändert.

Mit Hilfe des GPS-Trackers wird der aktuelle Standort über einen zwischengeschalteten Server an eine App auf dem Smartphone übertragen.

Der BikeTrax GPS-Tracker von PowUnity funktioniert folgendermaßen:

  • Das GPS-Gerät wird – unsichtbar für einen Dieb – im E-Bike verbaut.
  • Sobald das Bike unerlaubt bewegt wird, bekommst der Besitzer einen Bewegungsalarm auf das Smartphone.
  • Per Live-Tracking ist der genaue GPS-Standort des Bikes auf fünf Meter genau nachvollziehbar.
  • Im Falle eines Diebstahls kannst der Besitzer via App eine Diebstahlmeldung an die Polizei in der Nähe senden, GPS-Standort inklusive.

Für alle, die sich noch mehr für die technische Seite interessieren, erklären wir in einem eigenen Artikel, wie Wie GPS-Tracker in Kombination mit Smartphones funktionieren.

So wählst du das richtige GPS-Gerät für das Tracking aus

Geräte für die Ortung und das GPS-Tracking von E-Bikes gibt es verschiedene. GPS-Tracker ist nicht gleich GPS-Tracker. Welche Eigenschaften sind wirklich wichtig?

Gute GPS-Systeme zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Sie sind speziell für E-Bikes konzipiert und mit den gängigsten Motoren-Modellen kompatibel.
  • Sie besitzen eine eigene mobile App zur Echtzeitüberwachung.
  • Die Benachrichtigung darüber, dass sich dein Bike bewegt, erfolgt live über einen Bewegungsalarm.
  • Der GPS-Tracker ist gut versteckt im Bike montiert.
  • Ein zusätzlicher Akku sorgt dafür, dass der GPS-Tracker durchgehend funktioniert.
BikeTrax GPS-Tracker für E-Bikes

Die BikeTrax GPS-Diebstahlsicherung für E-Bikes ist nicht umsonst mit dem „Design & Innovation Award 2020″ ausgezeichnet. Der kompakte GPS-Tracker lässt sich bei nahezu jedem E-Bike einfach selbst nachrüsten, kommt mit zusätzlichem Akku und ermöglicht es dir, den Standort deines Bikes jederzeit per App abzufragen. Dank lückenloser Netzabdeckung erhältst du sofort einen Alarm, wenn sich dein Rad bewegt. Das heißt: Wenn du ein gutes Fahrradschloss mit GPS-Tracking durch BikeTrax und einer Komponentensicherung kombinierst, ist dein teures Pedelec hervorragend geschützt.

Fazit: Nur durch ein Fahrradschloss mit GPS-Tracker ist dein E-Bike vor Diebstahl geschützt

Wer sich ein teures Fahrrad oder E-Bike geleistet hat, sollte beim Diebschutz nicht sparen und sich nicht allein auf nur ein Schloss verlassen.

Damit dein Rad am Ende gut gesichert ist, stelle dir bei der Auswahl folgende Fragen:

  • Passt der Wert des Fahrradschlosses zum Wert des Fahrrads bzw. des E-Bikes? Eine Faustregel besagt, dass man zehn bis 20 % vom Anschaffungspreis des Fahrrads in dessen Sicherung investieren sollte.
  • Ist der Schlosszylinder zertifiziert? Profi-Diebe verfügen über Lock-Picking-Werkzeug. Mit dessen Hilfe knacken sie viele Schlösser innerhalb von Sekunden und ohne großen Aufwand. Um es ihnen so schwer wie möglich zu machen, sollte der Schlosszylinder unbedingt über ein Gütesiegel verfügen (siehe oben).
  • Wo stelle ich mein Bike in der Regel ab? Die meisten Fahrräder in Deutschland beispielsweise werden aus dem eigenen Wohngebäude gestohlen. Knapp 30 % aller Diebstähle finden Zuhause statt, dicht gefolgt von Bahnhöfen. Eine Investition in einen GPS-Tracker lohnt sich deshalb alleine schon, wenn dein Bike nur in der Garage abgestellt wird. Abschließen allein reicht dann nicht aus, damit das Bike gesichert ist.
  • Wie wichtig ist dir das komfortable Handling des Schlosses? Nicht jedes Fahrradschloss für E-Bikes ist leicht zu transportieren oder praktisch. Einige sind sehr schwer, massiv und kaum flexibel, während andere leicht und in vielen Situationen nutzbar sind.
  • Reicht ein Schloss, um mein Fahrrad ausreichend zu schützen? Die Antwort hängt entscheidend vom Wert deines Bikes ab. Für ein Rad mit Motor empfehlen wir dir in jedem Fall ein Fahrradschloss mit GPS-Tracker für dein E-Bikes. Hierbei ist keine „i lock it“ Lösung gemeint, bei der der GPS-Sender im Schloss integriert ist. Der GPS-Tracker ist unabhängig im Fahrrad versteckt.
  • Der Königsweg ist die Kombination aus einem vom Schloss unabhängigen, smarten Sicherungssystems (GPS-Tracker) mit einem sicheren Rad-Schloss und einem weiteren Komponentenschloss. So ist dein Rad in jeder Situation geschützt.

Beitrag teilen!

Überzeugt?
eBike GPS Tracking
kann so einfach sein!

Du willst live & verlässlich dein Fahrrad gegen Diebstahl sichern? Der PowUnity GPS-Tracker BikeTrax ist smarter als Diebe.

BikeTrax bestellen
Biketrax gps Tracker bestellen