Motorrad gegen Diebstahl sichern: Diese Schlösser schützen dein Bike

Diebstahlsicherungen für Motorräder gibt es zu Genüge – von der Wegfahrsperre über Panzerkettenschlösser bis hin zum GPS-Tracker gibt der Markt heute viel her. Mindestens genauso viele Varianten haben aber auch Diebe, um diese Schlösser und Sicherheitsvorkehrungen auszutricksen. Dieser Artikel gibt Aufschluss über die gängigsten Schlosstypen für dein Motorrad und klärt dich auf, auf welche Schutzvorkehrungen wieviel Verlass ist. Eines ist sicher: Ein Motorrad GPS-Tracker sollte dabei in keinem Fall fehlen.

Motorrad gegen Diebstahl sichern: Schlösser und Maßnahmen zum Schutz

Unterwegs auf Tour, abgestellt auf der Straße oder sogar in der Garage – Motorraddiebe schlagen überall zu. Ausgerüstet mit Bolzenschneider, Flex, Säge, Eisspray, Picking-Systemen und elektronischen Hilfsmitteln machen sie sich an den wertvollen Maschinen zu schaffen. Motorräder sind, wie Roller und Fahrräder auch, relativ einfach – und schnell – zu stehlen. Um beim Motorrad z. B. ans Zündschloss zu gelangen, man muss noch nicht mal ins Wageninnere einbrechen.

Wer sein Motorrad effektiv vor Diebstahl schützen will, sollte mehrere Maßnahmen zur Sicherung ergreifen.

Rund 56 Maschinen verschwanden 2019 in Deutschland pro Tag. Insgesamt registrierte die Polizei 20.425 Fälle. In der Schweiz waren es 2.000 gestohlene Krafträder, in Österreich rund 1.000. Beliebte Motorradmodelle bei Dieben sind laut der niederländischen Security-Firma „Investigation & Recovery Service“ vor allem BMW und KTM. Nicht selten verladen Diebe ihre Beute auch auf einen Hänger oder in einen Transporter. Sind sie erstmal über alle Berge, haben sie später genügend Zeit, die Technik und angebrachte Schlösser zu knacken.

Gerrit Walgemoet ist Geschäftsführer von „Investigation & Recovery Service“. Er weiß, wie Diebe ticken: „Die Maschinen werden oft mit einer anderen Ident- oder Fahrgestellnummer versehen und in ganz Europa weiterverkauft, ebenso einzelne Teile.“

Wer sein Motorrad deshalb effektiv schützen will, sollte mehrere Maßnahmen zur Sicherung ergreifen. Wir klären in diesem Artikel, welche Möglichkeiten ein Motorradfahrer hat, um seine Maschine optimal zu schützen – mechanische sowie elektronische.

Diese Arten von Motorrad-Schlössern gibt es

Lenkradschloss und Wegfahrsperre

Lenkradschloss - Diebstahlschutz fürs Motorrad Das Lenkradschloss (auch Lenkradsperre) ist die einfachste Möglichkeit, um sein Fahrzeug vor unbefugter Nutzung zu schützen. Der deutsche Gesetzgeber z. B. schreibt in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (§ 38a) eine derartige Sicherung für Krafträder vor, die schneller als 45 km/h fahren und deren Hubraum 50 cm übersteigt.

Dreht man den Schlüssel nach links auf Lock, rastet das Lenkrad so ein, dass das Vorderrad nach links gerichtet ist. Selbst wenn man die Maschine ohne Schlüssel starten könnte, ließe sie sich nur linksrum im Kreis bewegen. Die Verriegelung funktioniert entweder mechanisch (via Bolzen und Nut) oder elektronisch. Erst wenn man den Schlüssel wieder einsteckt und nach rechts dreht, kann man das Fahrzeug erneut in alle Richtungen lenken. In der Off-Stellung lässt sich die Maschine (ohne Motor) schieben, in der On-Stellung springt sie an.

Merke:
Eine Lenkradsperre ist besser als gar keine! Selbst, wenn man nur kurz anhält, um zum Bäcker zu springen: Bei ausgeschalteter Zündung den Schlüssel nicht einfach abziehen, sondern davor noch das Lenkradschloss abschließen.

Bei Fahrzeugen (PKW und Krafträder) mit Erstzulassung ab 1995 ist eine zusätzliche, meist elektronische Wegfahrsperre vorgeschrieben. Sie verhindert das Starten es Motors ohne Schlüssel sowie das Kurzschließen der Maschine. Des Weiteren erschwert sie es Unbefugten, das Kombischaltermodul auszuwechseln oder zu manipulieren. Maschinen ohne serienmäßig verbauter Wegfahrsperre lassen sich nachrüsten.

  • Einfaches und schnelles Abschließen möglich

  • Geringe Sicherheit; ein Lenkerschloss allein schützt nicht vor Diebstahl

SICHERUNGSVORGANG

Lenkradsperre aktivieren; Schlüssel ziehen.

SICHERHEIT

gering

TRANSPORT

ist bereits im Motorrad integriert/p>

Wer sich allein auf ein Lenkerschloss und die Wegfahrsperre verlässt, geht ein hohes Risiko ein. Denn Diebe, die es auf Motorräder abgesehen haben, wissen genau, wann Motorradfahrer den Schutz ihrer Maschinen vernachlässigen. Für sie eine leichte Beute. Ohne lautes Werkzeug wie Bolzenschneider und Co. verwenden zu müssen, lassen sich die Motorräder in einen (Klein-)Laster heben. Danach können sie in aller Ruhe Lenker- und Wegfahrsperre knacken bzw. deaktivieren.

Schon gewusst?
Eine aktivierte Lenkrad- und Wegfahrsperre ist Voraussetzung, damit bei einem möglichen Diebstahl der Versicherungsschutz greift. Experten empfehlen außerdem, mindestens ein weiteres Schloss zusätzlich zu verwenden.

Bremsscheibenschloss

Bremsscheibenschloss - Diebstahlschutz fürs Motorrad

Diese Art von Schloss besteht in der Regel aus einem massiven Bügel, den man über die Bremsscheibe am Vorder- oder Hinterrad stülpt (wobei das Vorderrad meist leichter zu erreichen ist). Anschließend steckt man den Stahlzapfen/ -bolzen entweder durch ein Scheibenloch oder schiebt ihn hinter den Scheibenkranz und schließt mit einem Schlüssel ab.

Der Bolzen-Durchmesser kleinerer Schlösser beginnt ab fünf Millimeter; bei größeren Schlössern können es bis zu 16 Millimeter sein. Beim Kauf eines solchen Schlosses sollte man darauf achten, dass nicht jeder Bolzen durch jedes Bremsscheibenloch passt.

Weil das Schloss an der Bremsscheibe angebracht ist, bleibt die Angriffsfläche für Bolzenschneider und Sägen gering. Schlösser mit Signalfarben haben zudem eine abschreckende Wirkung auf Diebe. Selbst, wenn man vergisst, die Lenker- oder Wegfahrsperre zu aktivieren, mit einem zusätzlichen Bremsscheibenschloss lässt sich das Motorrad nicht wegrollen. Das Wegtragen aber – vor allem von leichteren Maschinen – verhindert es allerdings nicht.

Manche Bremsscheibenschloss-Modelle sind zusätzlich mit einem integrierten Locksystem ausgestattet und schlagen bei Erschütterungen Alarm, wenn jemand Unbefugtes versucht, das Schloss zu entfernen. Der Stärkegrad der Erschütterung sollte auf die Umgebungsverhältnisse angepasst sein, da es andernfalls passieren kann, dass bereits vorbeifahrende Fahrzeuge den Signalton auslösen.

Merke:
Es ist empfehlenswert, ein Erinnerungskabel – Memory Cable genannt – an Schloss und Lenkergriff anzubringen. Es signalisiert dem Motorradfahrer, das Bremsscheibenschloss vor dem Losfahren zu entfernen. Tut er dies nicht, zerstört er sich damit die Bremsanlage.

Alternativ kann man ein Bremsscheibenschloss (mit Alarm) dazu verwenden, um ein Kettenschloss zu verschließen.

  • geringe Angriffsfläche für Diebe; klein und leicht

  • Wer vergisst, das Bremsscheibenschloss vor dem Losfahren zu entfernen, kann sich die komplette Bremsanlage zerstören.

SICHERUNGSVORGANG

Schloss über die Br2emsscheibe stülpen, den Stahlzapfen/ – bolzen durch ein Scheibenloch stecken/ hinter den Scheibenkranz schieben und mit einem Schlüssel abschließen.

SICHERHEIT

Relativ hoch

TRANSPORT

Im Rucksack oder unter der Sitzbank

KOSTEN

ab 20 – 250 Euro

GEWICHT

0,5 – 1,5 kg

Panzerkabelschloss

Kabelschloss - Schlösser fürs Fahrrad

Die Basis sehr einfacher Kabelschlösser sind geflochtene, wenige Millimeter dünne Stahlseile, ummantelt mit einer Plastikhülle und einem – meist vierstelligen – Zahlenschloss als Verschluss.

Kabelschlösser sind bunt und kringeln sich, ähnlich wie Geschenkbänder. Und genauso einfach lassen sie sich öffnen. Dem Kabelschloss ähnlich, aber deutlich sicherer, ist das Panzerkabelschloss. Es besteht ebenfalls aus geflochtenen Stahlseilen, zusätzlich ummantelt mit Kapseln aus gehärtetem Stahl. Diese Kapseln oder Hüllen können sich mehr oder weniger zueinander verschieben, sodass auch Panzerkabelschlösser ihre Flexibilität – je nach Modell – beibehalten. Als Verschluss kommt ein Zahlen- oder ein Zylinderschloss zum Einsatz.

  • Einfache Handhabung; klein und leicht

  • Sehr geringe Sicherheit

SICHERUNGSVORGANG

Einfaches und bequemes Handling

SICHERHEIT

(Panzer-)Kabelschlösser lassen sich mit einem einfachen Bolzenschneider innerhalb weniger Sekunden durchtrennen. Sie eignen sich, wenn überhaupt, lediglich als Ergänzung, um die Maschine beispielweise doppelt an einen festen Gegenstand anzuschließen oder, um Einzelteile wie den Motorradhelm zu sichern.<

TRANSPORT

Wiegt wenig und ist einfach im Rucksack, in der Tasche oder unter der Sitzbank zu verstauen.

KOSTEN

zwischen 20 und 110 Euro

GEWICHT

0,6 – 1,6 kg

Panzerkettenschloss

Kettenschloss - Schlösser fürs Fahrrad

Kettenschlösser sind etwa 70 und 120 Zentimeter lang, deren Glieder sind vier bis 15 Millimeter dick. Beim Sichern von Motorrädern empfiehlt sich eine Mindeststärke von zehn Millimetern. Die Kettenglieder sind aus massivem Stahl (teilweise sogar mit Titanium verstärkt), abgerundet oder mehrkantig.

Handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges Modell, reicht ein Bolzenschneider nicht aus, um es zu knacken. Hier benötigen Diebe mindestens eine Flex, Säge oder einen Schweißbrenner. Kettenschlösser sind mit reisfestem und widerstandsfähigem Textil oder Kunststoff ummantelt, um einerseits Kratzer und Lackschäden zu vermeiden und andererseits, um die Kette vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Als Verschlussmöglichkeiten dienen entweder ein separates Bügelschloss, Vorhänge-, Zahlen- oder Zylinderschloss – teilweise sogar alarmgesichert. Alternativ eignet sich zum Verschließen ein umfunktioniertes Bremsscheibenschloss.

Es gibt Modelle mit beleuchtetem Schlüssel, die das Öffnen oder Schließen im Dunkeln erleichtern. Gute Zylinderschlösser sind manipulationssicher sowie mit einem Schutzdeckel versehen, der verhindert, dass Dreck und Staub eindringen.

Kettenschlösser sind in der Regel flexibel und lang genug, um das Motorrad an feste Gegenstände wie an einen Zaun, Laternenpfahl oder ähnlichem zu befestigen.

  • Einfache und flexible Handhabung; variable Einsatzmöglichkeiten

  • Je länger die Kette, desto höher das Gewicht.

SICHERUNGSVORGANG

Panzerkette durch das Vorder- oder Hinterrad fädeln und um einen festen Gegenstand (Baum, Laterne, Zaun, Bodenanker) o. ä.) legen und abschließen.

SICHERHEIT

Hochwertige, dicke Ketten bieten optimalen Schutz.

TRANSPORT

Kettenschlösser lassen sich prinzipiell gut verstauen. Je nach Modell können sie allerdings ziemlich schwer sein und viel Platz einnehmen.

KOSTEN

bis zu 200 Euro

GEWICHT

0,7 – 5 kg

Bügelschloss

Bügelschloss - Schlösser fürs Fahrrad

Bügelschlösser erinnern an ein überdimensionales Vorhängeschloss und bestehen aus einem u-förmigen, mit Kunststoff ummantelten Metallbügel, der bis zu 20 Millimeter dick sein kann. Hochwertige Modelle sind außen verhärtet und innen etwas „weicher“, damit Kältesprayattacken ihnen nichts anhaben können. Die Bügelenden werden in das eigentliche Schloss, einem Metallzylinder mit zwei Öffnungen, gesteckt. Der Schließmechanismus funktioniert mit einem Zahlencode oder mit einem Schlüssel (bei manchen Modellen mit LED).

Da Bügelschlösser massiv und starr sind und keine weiteren beweglichen Teile haben, sind sie relativ widerstandsfähig und bieten wenig Angriffsfläche für diebisches Werkzeug. Lediglich eine Flex oder ein Schweißgerät sind erfolgsversprechend. Allerdings müsste das Bügelschloss an zwei Stellen durchtrennt werden, um es zu entfernen, was sehr aufwendig und vor allem auffällig ist. Die Zylinder sind so konstruiert, dass das Öffnen ohne passenden Schlüssel oder gar Lockpicking nahezu unmöglich ist. Nicht umsonst zählen Bügelschlösser deshalb zu den sichersten Schlössern auf dem Markt – für Motorräder ebenso wie für E-Bikes.

Einzige Nachteile eines Bügelschlosses sind seine starre Form und seine eingeschränkte Flexibilität. Beim Kauf eines Bügelschlosses sollte man darauf achten, dass der Bügel lang genug ist (deutlich länger als bei Bügelschlössern für Fahrräder), um neben dem Motorrad eventuell noch eine Laterne, einen Zaun oder ähnliches umschließen zu können. Das funktioniert gut bei kleinen Maschinen. Bei großen Modellen fungieren Bügelschlösser eher wie eine Parkkralle, die zwar das Wegfahren verhindern, nicht aber das Wegtragen.

  • hohe Sicherheit; robust gegen Kältesprayattacken

  • starr und unflexibel

SICHERUNGSVORGANG

Bügelschlösser lassen sich einfach verschließen. Um Dieben ihr Vorhaben zusätzlich zu erschweren, sollte man darauf achten, das Bügelschloss so anzubringen, dass ein einseitig aufgebrochener Bügel nicht freigedreht werden kann, Diebe also zwei Seiten aufschneiden müssen.

SICHERHEIT

Bügelschlösser bieten eine hohe Sicherheit. Wenn das Bügelschloss zu kurz ist, um beispielsweise einen Laternenmast zu umschließen, kann man dafür ein zusätzliches Schloss (Kettenschloss, zweites Bügelschloss) verwenden.

TRANSPORT

Bügelschlösser sind relativ groß und nehmen viel Platz ein.

KOSTEN

30 – 220 Euro

GEWICHT

1 – 4 kg

Weitere Sicherheitstipps

Eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt auch, wie und wo man sein Motorrad abstellt und abschließt. Diese sieben Tipps helfen vor Diebstahl:

  1. Schlüssel nie stecken lassen – egal, ob man nur kurz zum Bäcker reinspringt oder auf Tour schnell hinter dem Busch verschwindet. Gelegenheit macht Diebe. Profis haben es genau auf diese Momente abgesehen.
  2. Wer ein Motorrad mit Keyless-System besitzt, sollte sich vergewissern, dass dieses abschaltbar ist. Bei wem das nicht der Fall ist, muss seine Maschine zwingend mit einem weiteren Schloss sichern – auch, wenn man nur im Café sitzt und das Fahrzeug eigentlich im Blick hat. Denn nach Angaben des ADAC sei es ein leichtes, mit einer Funkverlängerung aus handelsüblichen Elektronikbauteilen das System auszutricksen. Damit lässt sich das Signal des Zündschlüssels, das die Motorrad-Elektronik entsperrt, abfangen und weiterleiten.
  3. Das Motorrad an einen festen Gegenstand anschließen: Verwendet man ein Bügel- oder Panzerkettenschloss, sollte man dieses nicht nur um den Reifen legen, sondern zusätzlich um einen Laternenmasten, einen Zaun oder ähnliches. Dabei gilt es darauf zu achten, das Schloss so hoch wie möglich anzubringen. Je höher die Befestigung, desto schwieriger wird es für den Dieb, sein Aufbruchwerkzeug auf dem Boden abzustützen, um eine Hebelwirkung zu erzeugen.
  4. Sicherung in der Garage: Neben aktivierter Lenkrad- und Wegfahrsperre, empfehlen Experten auch hier, das Motorrad nicht nur ab- sondern auch anzuschließen, etwa an einen Bodenanker. Installierte Kameras – manchmal reichen auch schon Attrappen – sorgen für die zusätzliche Abschreckung.
  5. Steht das Motorrad draußen länger am gleichen Ort, sollte es mit einer Motorradplane abgedeckt werden – zum einen als Schutz vor Witterungseinflüssen und zum anderen als Sichtschutz, um Begehrlichkeiten zu vermeiden.
  6. Unterwegs auf Tour empfiehlt es sich, mehrere Motorräder zusammenzuschließen, insbesondere, wenn kein fester Gegenstand in Reichweite ist. Dafür eignen sich längere Panzerketten.
  7. Nebenstraßen meiden und das Motorrad stattdessen an belebten Orten abstellen, etwa vor einem Restaurant, im Stadtinneren oder auf dem Supermarkt-Parkplatz. Da Diebe unbemerkt bleiben wollen, meiden sie in der Regen Orte, an denen sie beobachtet werden können. Nachts sollte der Motorradparkplatz außerdem beleuchtet sein.

Voraussetzung für die Versicherung

Soll die Versicherung für etwaige Schäden aufkommen, ist es wichtig, die notwendigen Kriterien beim jeweiligen Versicherer abzuklären. Die Aktivierung der Lenkrad- und/ oder Wegfahrsperre ist in der Regel Grundvoraussetzung. Außerdem kann es sein, dass zusätzliche Schlösser (Kettenschloss, Bügelschloss, Bremsscheibenschloss) zertifiziert sein müssen. Gängige Siegel für Zweiradschlösser sind: CE-Kennzeichen, DIN-Kennzeichen, TÜV-Siegel, VdS-Zertifizierung.

Die CE-Kennzeichnung dient dem Verbraucherschutz. Sie sagt aus, dass ein Schloss die geltenden EU-Richtlinien sowie -Verordnungen erfüllt. Die DIN-Kennzeichnung ist die Bestätigung für eingehaltene Normen und das TÜV-Siegel gibt an, dass es die gesetzlichen Anforderungen des Staates erfüllt.

Beim Kauf eines Motorrad-Schlosses sollte man darauf achten, dass es von der Stiftung Warentest geprüft wurde und/ oder ein VdS-Siegel hat.

Jedes Schloss ist einer Sicherheitsstufe zugeordnet. Da es allerdings keine einheitlichen Vorgaben gibt, ist es schwierig, Schlösser verschiedener Marken miteinander zu vergleichen. So bewertet und gewichtet jeder Hersteller anders (z. B. nach Sicherheit, Alltagstauglichkeit, Benutzerfreundlichkeit oder auch nach Design) und vergibt seine eigenen Sicherheitslevel. Diese können von fünf, zehn, bis 15 oder sogar 100 Stufen reichen. Sie dienen lediglich der Orientierung und ermöglichen den Vergleich unterschiedlicher Modelle einer Marke.

Generell und unabhängig vom Hersteller gilt jedoch: Je höher die Sicherheitsstufe, desto größer der Widerstand bei versuchtem Diebstahl und desto teurer der Preis eines Schlosses. Im Umkehrschluss könnte man davon ausgehen, dass die teuersten Modelle auch die sichersten seien. Doch so einfach ist es nicht. Selbst hoch eingestufte Schlösser können in der Praxis versagen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, beim Kauf eines Schlosses darauf zu achten, dass es von der Stiftung Warentest geprüft wurde und/ oder ein VdS-Siegel hat.

Das VdS-Siegel stammt von der unabhängigen Zertifizierungsstelle VdS („Vertrauen durch Sicherheit“) Schadenverhütung GmbH. Sie ist Teil der deutschen Versicherungswirtschaft e. V. und zuständig für sicherheitsrelevante Produkte. Die tatsächliche Sicherheit steht bei der Prüfung im Mittelpunkt, nicht die staatlichen Richtlinien. Deshalb werden VdS-geprüfte Schlösser in einem Labor umfangreichen Tests unterzogen.

Je nachdem, wie das Schloss konstruiert ist, besteht die Prüfung aus sägen, bohren, schlagen und gezielten Angriffen auf den Schließzylinder. Ob sie der sogenannte Eis-Spray-Methode standhalten, zeigt ein spezieller Tiefkühltest. Dafür kühlt man die Schlösser auf minus 20° C herunter und bearbeitet sie anschließend mit Hammer und Meißel. Erst wenn alle Prüfungen bestanden sind, gibt es das Gütesiegel.

Auf der Website vds-home.de gibt es in der Rubrik „Einbruch & Diebstahl“ eine Übersicht der getesteten und VdS-zertifizierten Zweiradschlösser. Dabei unterscheidet man zwischen Klasse A für Fahrräder und Klasse B für Motorräder. Stabil und widerstandsfähig sollen alle Schlösser sein; je nach Einsatzzweck müssen sie noch weiteren Anforderungen gerecht werden. So darf ein Fahrradschloss beispielsweise nicht zu schwer sein, beim Motorradschloss spielt das Gewicht eher eine zweitrangige Rolle.

Auch am adfc-Siegel kann man sich orientieren. Schlösser, die sich zur E-Bike-Sicherung eignen, lassen sich bei Motorrädern ebenfalls einsetzen.

Merke:
Viele Diebe spezialisieren sich auf einen Schlosstypus und sind mit dafür konzipiertem Aufbruch-Werkzeug ausgestattet. Es macht deshalb Sinn, mehrere Schlösser zu kombinieren.

Motorrad GPS-Tracker

Lenkradschloss - Diebstahlschutz fürs Motorrad Aber auch, wenn ein Schloss zertifizierten Standards entspricht und alle Prüfstellen-Tests bestanden hat: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass alle Schlösser dann doch durch den wichtigsten Test fallen: Wenn ein Dieb es auf ein Motorrad abgesehen hat, bekommt er es auch. Wenn jedes Schloss binnen Sekunden geknackt werden oder die Maschine lose mit einem Transporter entwendet werden kann, muss der Motorradfahrer noch cleverer handeln, um sein Bike-Liebling: mit einem digitaler Diebstahlschutz wie dem GPS-Tracker fürs Motorrad von PowUnity.

Der Motorrad GPS-Tracker wird im und nicht am Motorrad eingebaut und ist für Diebe unsichtbar. Er kann aber noch mehr als tricksen: Der Peilsender gibt dem Besitzer in Echtzeit den Live-Standort des Bikes in der dazugehörigen PowUnity App an. Er kann auf all seinen gewünschten Endgeräten (Smartphone, Laptop, Tablet) sehen, wo sich das Bike befindet. Wird das Motorrad vom gewählten Standort des Besitzers unbefugt bewegt, löst die App einen Alarm aus. Der Besitzer kann sofort handeln und den Dieb auf frischer Tat ertappen. Hat man als Ergänzung zum GPS-Tracker noch ein Bremsscheibenschloss, Kettenschloss oder Bügelschloss, arbeitet die Zeit für einen.

Wird ein Diebstahl trotz digitalem Diebstahlschutz nicht vermieden und das Motorrad entwendet, dann kann über die App eine Diebstahlmeldung an die Polizei geschickt werden. Sie beinhaltet neben der Diebstahlzeit und GPS-Daten einen Motorrad-Steckbrief – den Bike Pass. Er definiert den unverwechselbaren Reifenabdruck des Motorrads. Hier sind Kaufbeleg und Angaben zum Motorradmodell festgehalten.

Gerrit Walgemoet von „Investigation & Recovery Service“ arbeitet eng mit PowUnity zusammen, denn sein täglich Brot ist es, gestohlene Motorräder, E-Bikes oder Boote in ganz Europa wieder zu finden. „Oft werden gestohlene Motorräder mit gefälschten Dokumenten im Internet angeboten. Am besten sollte man sein Bike deshalb beim Fachhändler bzw. Spezialisten kaufen und es registrieren lassen“, rät Walgemoet.

Walgemoet schwört vor allem auf den Bike Pass der PowUnity App:

Motocross-Bikes, die nie auf der Straße fahren und deshalb kein Kennzeichen haben, sind nirgendwo registriert. Das macht es dann aber auch schwierig, bei vereiteltem Diebstahl den Besitzer ausfindig zu machen. Mit dem Bike Pass der PowUnity App ist jedes Motorrad automatisch registriert.“

GPS Tracker Set - Produktbild 01

SICHERUNGSVORGANG

Ein Motorrad GPS-Tracker wird je nach Hersteller vom Fachhändler oder selbst einmalig am oder im Bike angeschlossen. BikeTrax kann selbst im Motorraum ans Licht montiert werden.

SICHERHEIT

GPS-Tracker bieten eine sehr hohe Sicherheit. Je nach Hersteller ist somit eine direkte Überwachung des Motorrads über das Smartphone möglich. Der GPS-Tracker BikeTrax z. B. ist für Diebe unsichtbar und schlägt bei unerlaubter Bewegung Alarm.

TRANSPORT

Ein GPS-Tracker ist fest am Motorrad oder im Falle von BikeTrax im Motorrad verbaut.

KOSTEN

40 – 200 Euro

GEWICHT

< 100 g (BikeTrax ca. 53 g)

Fazit: Mit BikeTrax doppelt gesichert hält besser

Wer ein Motorrad im Wert von mehreren tausend Euro besitzt, sollte bei der Sicherung nicht sparen und neben Lenker- und/ oder einer Wegfahrsperre mindestens ein weiteres Schloss verwenden. Das erhöht den Schutz enorm, denn Diebe brauchen mehr Zeit, um zwei Schlösser zu knacken. Zwei Schlösser sind außerdem sicherer, weil sich Diebe meistens nur auf einen Schlosstypen spezialisieren. Um zu verhindern, dass sie das Motorrad auf einen Transporter laden und wegbringen, sollte man seine Maschine stets an einen festen Gegenstand anschließen.

Möchtest du aber den besten Diebstahlschutz für dein Motorrad, musst du unweigerlich auf eine weitere zeitgemäße, smarte Lösungen wie einen integrierten GPS-Tracker vertrauen. Denn trotz aller Sicherungsmaßnahmen, kann jedes Schloss geknackt und jedes Bike binnen weniger Minuten entwendet werden. Ist dein Motorrad mit dem GPS-Tracker BikeTrax von PowUnity ausgestattet, hast du dein Bike jederzeit via App im Blick und kannst im Falle eines Diebstahls schnell handeln bzw. das Bike in Echtzeit orten und sofort eine Diebstahlmeldung an die Polizei versenden.

Möchtest du den besten Diebstahlschutz für dein Motorrad?

Mit dem Motorrad GPS-Tracker kannst du den Standort deines Bikes jederzeit per App abfragen!

Jetzt informieren

Beitrag teilen!