Von Innsbruck bis nach Slowenien




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Wie Home-Office bei PowUnity gelingt

Füße hoch, Musik an – die Arbeit kann doch noch warten! Dieses Bild haben viele Menschen im Kopf, wenn sie daran denken, dass Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten. Oder eben nicht arbeiten. Damit tun sie vielen gewissenhaften Mitarbeitern aber Unrecht. Denen von PowUnity zum Beispiel.

Frau mit Füßen auf dem Tisch und Laptop.

Privates vor Beruf – ein hartes Vorurteil gegenüber Home-Office.

„Heimarbeit – Home-Office – e-work“

Wie auch immer man es nennen möchte: klassische Arbeitsmodelle sind im Wandel. Warum? Weil sich der Arbeitsmarkt und die Möglichkeiten und Bedürfnisse einzelner Menschen ständig verändern. Unternehmen, die mit der Zeit gehen, reagieren auf diese Veränderungen – gemeinsam mit ihren Mitarbeitern.

In vielen Branchen ist die Anwesenheit im Büro nicht immer notwendig. Einige Arbeiten können und müssen selbständig erledigt werden, egal von welchem Ort aus. Softwareentwicklung, Kunden-Support, Online-Marketing, Journalismus – ein paar Beispiele, wofür es meist „nur“ einen Computer, ein Smartphone und eine Internetverbindung braucht.

Home-Office – Fluch oder Segen?

Von Zuhause aus zu arbeiten hat viele Vorteile:

  • Freie Zeiteinteilung
  • Selbstbestimmung
  • Vertraute Atmosphäre
  • Keine Ablenkung durch Kollegen
  • Kein zwanghaftes Mittagessen um punkt 12 Uhr
  • Kein Dresscode
  • Weniger Stress

Dass es beim Home-Office aber auch Nachteile gibt, vergisst man oft:

  • Fehlende Tagesstruktur
  • Fehlendes Feedback oder Lob
  • Vermischung von Beruf- und Privatleben
  • Private Ablenkungen und unproduktive Arbeitssituationen
  • weniger Leistungsdruck – weniger Ehrgeiz
  • fehlender Anschluss im Team

Nicht für jeden ist das „Home Office“-Modell das richtige. Manche mögen es, manche können es, aber manche sind dafür nicht gemacht. Und das ist auch okay. Denn es muss jeder für sich entscheiden, wo und wie er am besten arbeiten kann.

Kommunikation – Verlässlichkeit – Vertrauen

Telefonieren? E-Mails? SMS? Die Basis der digitalen Kommunikation, aber fast schon wieder etwas „old school“. Es gibt inzwischen viele Kommunikations- und Organisations-Tools, die speziell auf die Tele-Arbeit in Teams ausgerichtet sind.

Über Instant-Messaging-Dienste können Mitarbeiter direkt oder in Gruppen miteinander kommunizieren, Bilder, Videos und Sprachnachrichten austauschen, Aufgaben zuteilen, Projekte verwalten und Erfolgsberichte ausspielen. Bitrix24, Asana, Teamwork, Slack oder Beekeeper sind nur einige Beispiele solcher Tools.

Mann mit Laptop und Telefon am Schreibtisch

Home-Office: wichtig ist die Kommunikation.

Ein gutes Kommunikationstool alleine reicht aber nicht aus. Die Grundlage für flexible Arbeitsstrukturen müssen Verlässlichkeit und Vertrauen bilden. Und zwar beidseitig. Führungskräfte und Mitarbeiter müssen klare Aufgabenverteilungen und Verantwortlichkeiten kommunizieren und einhalten. Dazu gehört es zum Beispiel auch, Erreichbarkeiten festzulegen. Denn wer von Zuhause aus arbeitet, kann eben nicht mal schnell ins Nachbarbüro gehen und den aktuellen Projektstatus abfragen.

Selbstorganisation bringt Erfolg – wenn die Resultate nicht stimmen, wird das flexible Arbeitsmodell auch nicht auf Dauer funktionieren. Was tun? Struktur reinbringen, die einen motiviert. Wie du deine Produktivität im Home-Office steigerst, kannst du bei der karrierebibel nachlesen. Da ist sicher der ein oder andere Tipp für dich dabei!

Von Ellmau bis nach Slowenien

Gegründet in Schweden, Firmen-Sitz in Innsbruck, Mitarbeiter aus Österreich, Argentinien und Slowenien. Das ist PowUnity. Und zwei der Mitarbeiter arbeiten häufig über Home-Office-Modelle. Die reichen von Ellmau bis nach Slowenien.

Wie sich die PowUnity Mitarbeiter ihre Arbeit zu Hause organisieren? Eine gute Frage! Maximilian Loy, Entwickler der Mobile-Apps „NeverLose“ und „SnowSafe“, hat uns seine persönlichen Tipps und Tricks fürs erfolgreiche Home-Office verraten. Wo er arbeitet? In Ellmau in Tirol. Und wir geben zu: es gibt definitiv Arbeitsplätze mit schlechteren Aussichten.

Ein Blick von einem Balkon aus auf Berge

So lässt es sich arbeiten: Home-Office in Ellmau

Zeitmanagement à la Pomodoro

Maximilian trennt unterschiedliche Arbeitsbereiche immer klar nach dem Grundsatz: ein Projekt nach dem anderen. Es bringt nichts, viele Aufgaben parallel zu bearbeiten. Nur wer man sich Aufgabe für Aufgabe vornimmt, kann man volle Konzentration sichern.

Um die Aufgaben zu strukturieren, arbeitet Max mit klassischen To-Do-Listen. So kann er schriftlich festhalten, was wann mit welcher Priorität zu erledigen ist und die Aufgaben besser visualisieren. Nach getaner Arbeit etwas abhacken zu können, gibt ihm ein Gefühl von Freude. Und Erfolg.

Mann am Schreibtisch mit Block und Stift

Mit To-Do-Listen lassen sich Aufgaben leichter strukturieren.

In den 1980er-Jahren hat Francesco Cirillo eine Zeitmanagement-Methode erfunden, um seine Konzentration zu fokussieren und die Produktivität zu steigern. Die Methode basiert auf einer simplen Küchenuhr und strikt eingehaltenen Arbeitszeiten. Die Küchenuhr von Cirillo sah zufälligerweise aus wie eine Tomate, daher der Name „Pomodoro-Methode“.

Wie funktioniert die Pomodoro-Methode?

  1. Aufgaben schriftlich formulieren (To-Do Liste)
  2. Die Küchenuhr auf 25 Minuten stellen
  3. Aufgabe so lange bearbeiten, bis der Wecker klingelt
  4. Nach dem Klingeln eine kurze Pause von etwa 5 Minuten einlegen
  5. Den Wecker wieder auf 25 Minuten stellen und die Aufgabe bearbeiten
  6. Nach vier Abläufen (‚pomodori‘) eine längere Pause von 15-20 Minuten machen

Wenn Maximilian nach der Pomodoro-Methode arbeitet, lässt er sich nicht ablenken: E-Mails bearbeitet er erst nach den Aufgaben-Zyklen, oder wenn er mit einer Aufgabe früher fertig wird, als gedacht. Telefonate beantwortet Max erst nach den einzelnen Arbeitspaketen, außer es handelt sich um dringende Notfälle.

„Arbeiten kann man auch wenn es dunkel ist“ – gesteht Maximilian im Gespräch. Seine Arbeitszeit strukturiert er gut und die Aufgaben erledigt er dank der Pomodoro-Methode sehr produktiv. Wenn das Wetter aber vormittags besonders schön ist, genießt es Max, die Struktur ein bisschen zu verschieben. Der Sport geht manchmal vor, und dann wird halt erst am Nachmittag gearbeitet. Diese Freiheit bereitet Spaß – und fröhliche Mitarbeiter sind bekanntlich zufriedener. Also gönnen wir Max diesen Spaß natürlich auch!

„Haushalt, Hunde und Essen lenken ab!“

Auch Grega Gostincar, Mitgründer von PowUnity, arbeitet regelmäßig zu Hause. Gregas Home-Office liegt allerdings noch ein bisschen weiter weg und zwar in Ljubljana, Slowenien.

„Die Schwierigkeit liegt darin, sich auf seine Aufgaben zu fokussieren.“ Grega geht es ähnlich, wie vielen von uns: wenn man arbeiten soll, findet man plötzlich Dinge, die ganz dringend aufgeräumt und geputzt werden wollen.

Wie Grega seinen Arbeitstag strukturiert? Ähnlich wie Max schreibt er eine To-Do-Liste zur Visualisierung der Aufgaben. Als selbstreflektierter Mensch weiß Grega genau, zu welcher Zeit er am produktivsten ist: zwischen 9-12 Uhr, 14-17 Uhr und 21-23 Uhr ist er in Topform. Und um diese Produktivität-Hochs herum strukturiert er seinen Arbeitstag.

In den Pausen kümmert Grega sich um Familien- und Privatleben, Sport und Entspannung. Damit der Kopf wieder frei wird. Auch seine Hündin Taya fordert ihre Aufmerksam ganz selbstbewusst ein und Grega nimmt sich gerne Zeit, um in der frischen Luft mit ihr zu spielen.

Garten mit Hündin Taya und einem roten Fahrzeug

Hündin Taya fordert Grega in seinen Pausen zum Spielen auf.

Wenn Grega währenddessen eine gute Idee hat, kann er spontan reagieren und direkt daran arbeiten. Diese Flexibilität ist es, die er am Home-Office besonders schätzt.