E-Bike Ladestation finden: so bleibt dein E-Bike einsatzfähig

Irgendwann ist selbst der beste Akku leer. Wenn das während einer Tour mit dem E-Bike passiert und du keinen Ersatz dabei hast, brauchst du eine Ladestation. Wir verraten dir, wie du die nächste findest und auf was du noch achten solltest, damit du deine Fahrt entspannt fortsetzen kannst.

E-Bike Ladestation finden

E-Bikes sind wie geschaffen für lange Touren. Der einzige Haken: Irgendwann braucht jeder Akku neuen Saft. Ein Ersatzakku aber ist aber weder günstig, noch gehört er zum leichten Handgepäck. Abhilfe schafft eine öffentliche Ladestation.

Aber wie findest du E-Bike-Ladestationen auf deiner Route, wie funktioniert das Laden und worauf solltest du sonst noch achten? Hier erhältst du die Antworten.

So funktioniert das Laden unterwegs

Zunächst einmal eine gute Nachricht: Die Zahl an Ladestationen für E-Bikes hat in den letzten Jahren stark zugenommen. An beliebten Routen in Deutschland oder Österreich findest du sie in regelmäßigen Abständen an Rasthöfen, Tankstellen, Restaurants oder sogar Museen.

Trotzdem empfehlen wir dir, dich vorher zu informieren, vor allem, wenn du abseits bekannter Wege unterwegs bist.

Wichtig ist:

  • Das Laden von E-Bikes von Null auf Hundert Prozent dauert länger als das von E-Autos. Mit drei Stunden musst du mindestens rechnen. Manchmal sind es fünf. Am besten nutzt du die Ladepause für einen ausgedehnten Café oder ein Mittagessen. Weil sich beides gut verbinden lässt, bieten immer mehr Besitzer von Restaurants oder Herbergen Ladestationen an. Alternativ kannst du Sightseeing betreiben, während dein E-Bike lädt.
  • Trotz gestiegener Strompreise bewegen sich die Kosten für eine Akkuladung in einem sehr niedrigen Rahmen. Oft ist das Laden umsonst.
  • Denke unbedingt daran, dein eigenes Ladekabel mitzunehmen. Denn noch gibt es keinen einheitlichen Standard, den alle Ladestationen unterstützen. Auch kannst du dich nicht darauf verlassen, dass es ein passendes Kabel zum Leihen gibt.

Welche Arten von Ladestationen gibt es?

E-Bike Ladestationen lassen sich nach der Art des Ladevorgangs in zwei Varianten einteilen:

  1. Du schließt dein E-Bike so, wie es ist, an die Ladestation an.
  2. Du musst den Akku entnehmen, um ihn aufzuladen.

Ausgehend von diesen zwei Modellen gibt es wiederum unterschiedliche Bauarten und Ladestationen verschiedener Marken:

  • Schließfächer für E-Bike-Akku und Ladekabel: Um solche Ladestationen zu nutzen, musst du erst den Akku ausbauen. Dafür ist er im Schließfach gut geschützt vor Dieben. Aber Achtung! Manchmal brauchst du zum Öffnen und Verschließen eine Münze. Ein guter Grund, für deine nächste Tour Kleingeld einzustecken.
  • Fahrradständer mit Steckdosen: Ein Klassiker sind Fahrradständer mit Steckdosen. Während des Ladens kannst du dein E-Bike am Ständer anschließen. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.
  • Ladesäulen mit einer oder mehreren Steckdosen: Du bist nicht der einzige mit einem leeren E-Bike Akku? Ladesäulen mit mehreren Steckdosen verhindern Stau und lange Wartezeiten. Manchmal ermöglicht eine Säule das Laden von E-Bikes und E-Autos.
  • bike-energy Ladestationen: E-Bike Ladestationen von bike-energy zeichnen sich durch einen offenen Standard aus. Das heißt, du brauchst kein eigenes Ladekabel. Stattdessen bekommst du an der Ladestation ein Kabel, das mit allen gängigen Antrieben und E-Bikes kompatibel ist. Wasserdicht ist es ebenfalls.
  • Ladestationen, die durch Solarenergie betrieben werden: Diese Variante ist besonders nachhaltig.

In der Regel kannst du jedes E-Bike an jede E-Bike Ladestation anschließen, wenn du das passende Kabel zur Hand hast. Aber unterschiedliche Bauarten bringen unterschiedliche Vorteile mit sich. Bei schlechtem Wetter ist eine Überdachung vorteilhaft.

E-Bike Ladestationen finden

Du siehst, das Laden von E-Bike-Akkus ist kein Hexenwerk.

Bleibt die Frage, wie du eine E-Bike Ladestation findest, wenn du unterwegs bist.

Auch dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Karte: Wenn du deine Route für die nächste Tour „abgesteckt“ hast, kannst du dir eine Karte mit eingezeichneten E-Bike Ladestationen ausdrucken und in die Hosentasche stecken. Das mag altmodisch sein, hat aber den Vorteil, dass eine Karte ohne Strom funktioniert.
  2. App: Du nutzt eine Fahrrad-App, die dir Ladestationen anzeigt. Praktisch daran ist, dass du direkt zur nächsten Ladestation navigieren und deinen Standort auf einer Karte suchen kannst, ohne anzuhalten. Außerdem wird das Smartphone ohnehin immer mehr zur Schaltzentrale für E-Bikes. Mit den passenden Apps brauchst du keinen Fahrradcomputer mehr. Du hast ein Gerät, das (fast) alles kann.

Natürlich spricht nichts dagegen, beides zu kombinieren: eine Smartphone-App und eine Karte für den Fall, dass deinem Handy der Strom ausgeht.

Smartphone-Apps für die Suche nach einer E-Bike Ladestation

Du hast dich für die Smartphone-Variante entschieden? Auf den ersten Blick ist die Auswahl an Apps, die E-Bike-Ladestationen anzeigen, groß. Auf den zweiten sieht die Sache nicht ganz so rosig aus.

Denn alle aktuellen Apps weisen die folgenden Schwächen – in unterschiedlichem Umfang – auf:

  • In Tests finden alle Anwendungen nur einen Teil der tatsächlich existierenden Stationen. Je nach App handelt es sich um einen großen oder kleinen Teil.
  • Manche Apps zeigen in erster Linie Stationen für E-Autos an.
  • Du musst mit dem Risiko leben, dass Informationen, zum Beispiel zur Art der Ladestation oder zu Öffnungszeiten, veraltet sind.

Die ideale Lösung gibt es nicht. Aber mit den folgenden Beispielen stehen die Chancen gut, dass du eine E-Bike-Ladestation findest, wenn du sie brauchst.

Bikemap

Bikemap verbindet Navigation inklusive Sprachansagen und Routenplanung in einer App, die zumindest eingeschränkt kostenlos ist. Neben Werkstätten oder Toiletten kannst du dir auch Ladestationen für dein Bike anzeigen lassen.

Nicht verschwiegen werden soll: Während der Funktionsumfang groß ist, weist Bikemap in Praxistests auch Schwächen auf. So ist nicht jeder Nutzer zufrieden mit der Auswahl der Karten oder der Exaktheit der Navigation.

Lade.station

Anders als Bikemap konzentriert sich die App Lade.station von Radfahren.de auf das Suchen und Finden von E-Bike Ladestationen. Aktuell werden dir über 4.000 Ladestationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angezeigt, Tendenz steigend.

Anfangs hatte die App Anlaufschwierigkeiten. Mittlerweile funktioniert sie in der Praxis recht gut, wenn man dem Nutzerfeedback glauben darf. Für die Routenplanung lässt sie sich nicht verwenden.

E-Station

Wie Lade.station ist E-Station nur für die Suche nach E-Bike-Ladestationen geeignet. Nutzer können fehlende Stationen selbst eintragen und dadurch Punkte für die Pro-Version sammeln. Dabei haben sie auch die Möglichkeit, eine Beschreibung oder nützliche Infos zu hinterlassen.

Der Haken an der Sache ist derselbe wie bei vielen ähnlichen Apps: Immer wieder einmal ist ein Eintrag nicht mehr aktuell oder sind die Informationen nicht zutreffend.

Apps für Auto-Ladestationen

Noch größer als die Zahl der Apps für E-Bike-Ladestationen ist die der Anwendungen, die sich an Fahrer von E-Autos richten.

Was dir das bringt? Ganz einfach: Apps wie Chargemap oder EnBW mobility+ decken teilweise auch Ladestationen für E-Bikes ab. Meist kannst du Ladesäulen über die Leistung filtern. Das ist etwas mühsam, aber eine gute Option, wenn du verschiedene Elektrofahrzeuge fährst und nur eine App verwenden willst.

FAQs: Weitere Fragen zu E-Bike Ladestationen

Unterscheiden sich die Steckdosen an Ladestationen?

In den meisten Fällen handelt es sich bei Steckdosen an Ladestationen um gängige Schuko-Steckdosen, wie du sie zu Hause hast. Allerdings gibt es Ausnahmen. Stationen von von bike-energy haben ein eigenes Steckersystem. Weil du hier mit einem Kabel versorgt wirst, musst du dir darüber keine Gedanken machen.

Hat eine E-Bike Ladestation immer offen?

Es kommt darauf an. Viele E-Bike-Ladestationen befinden sich im Freien und sind rund um die Uhr zugänglich. Bei Stationen in öffentlichen Gebäuden wie Museen bist du abhängig von Öffnungszeiten. Dasselbe gilt zum Beispiel für eine E-Bike-Ladestation in einem Innenhof. Gerade diese Angabe fehlt in vielen Apps. Behalte den Punkt deshalb im Kopf, wenn du nach Lademöglichkeiten suchst.

Kann ich E-Bikes bei Regen laden?

Besitzt die Ladestation eine Überdachung, bist du unabhängig vom Wetter. Wenn nicht, ist Vorsicht angesagt. Dann besteht die Gefahr, dass das Netzteil durch Regen Schaden nimmt. Ob das der Fall ist, findest du mit einem Blick in die Anleitung heraus. Verbindungskabel von bike-energy sind grundsätzlich wasserdicht.

Nicht empfehlenswert ist es außerdem, einen Akku prallem Sonnenlicht auszusetzen. Du siehst, je geschützter eine Ladestation ist, desto besser.

Wann sollte ich meinen Akku spätestens aufladen?

Am besten wartest du nicht, bis gar nichts mehr geht und lädst deinen E-Bike Akku auch nicht jedes Mal komplett auf. Als ideal gilt ein Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent. Lass den Akku außerdem nicht zu lange angeschlossen, sondern stecke ihn aus, sobald dein E-Bike genug Power hat.

Wie schütze ich mein E-Bike beim Laden vor Dieben?

E-Bike abstellen, Ladekabel anschließen und zwei Straßen weiter zum Essen einkehren? Möglich, allerdings nur, wenn dein Bike gut gesichert ist. Sonst lädst du Diebe praktisch dazu ein, die Gunst der Stunde zu nutzen.

Idealerweise beachtest du folgende Tipps, um dein E-Bike während des Ladens zu schützen:

  • Schließe dein E-Bike mit einem guten Schloss an einen festen Gegenstand an. Denke daran: Ein billiges Rahmenschloss ist nicht viel besser als kein Schloss. Wertvolle Tipps für die Auswahl des richtigen Fahrradschlosses findest du in unserem Artikel „Fahrradschloss mit GPS – so schützt du dein E-Bike“.
  • Sichere wertvolle Komponenten an deinem Bike extra mit HexLox-Komponentensicherungen. Sonst besteht die Gefahr, dass ein Dieb sie abschraubt.
  • Verwende für echte Diebstahlsicherheit den GPS Tracker BikeTrax und die PowUnity App. So wirst du auf deinem Handy per Alarm sofort informiert, wenn jemand während des Ladens dein E-Bike unerlaubt bewegt. Kommst du zu spät, kannst du ein gestohlenes E-Bike in Echtzeit überall in Europa verfolgen und den Standort direkt an die Polizei weitergeben. Das erhöht die Chancen, dass du dein Bike zurückbekommst.

Eine gute Vorbereitung bewahrt dich vor Zwangspausen

Auf beliebten Routen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist es kein großes Problem, die nächste E-Bike-Ladestation zu finden. Gerade für längere E-Bike-Touren ist aber eine gründliche Vorbereitung empfehlenswert.

Du kannst Ladezeiten so in deine Tourenplanung integrieren, dass sie dich nicht unnötig Zeit kosten, und sie zum Beispiel für eine größere Essenspause oder den Besuch einer Sehenswürdigkeit nutzen. Für Touren abseits gängiger Routen ist es besonders wichtig, dass du weißt, wie es mit der Ladeinfrastruktur aussieht.

Bei der Planung helfen dir Smartphone Apps und Karten. Behalte aber im Kopf, dass beide nicht fehlerfrei sind. Verlass dich nicht auf die eine einsame Ladestation im Nirgendwo.

Apropos Nirgendwo: Speziell dann, wenn du in weniger frequentierten Gegenden unterwegs bist, lohnt es sich, einen zweiten Akku mitzunehmen, Smartphone App hin oder her. Der kostet zwar Geld, die Investition zahlt sich aber langfristig aus.

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