Sechs Gründe die für’s E-Bike sprechen




read  ·   5. Oktober 2016


„E-Bikes sind doch nur was für Senioren!“

Wer das denkt, der irrt sich. E-Bike hier und E-Bike da – inzwischen sind die motorisierten Fahrräder schon ganz selbstverständlich in unserem Alltag integriert. Und gefahren werden sie – richtig – von Mann und Frau, von Jung und Alt, in der Stadt und auf dem Berg.

Immer wieder gibt es Diskussionen, ob ein E-Bike überhaupt als Sportgerät gilt und vor allem am Berg ernten E-Biker oft kritische Blicke. Warum eigentlich? Wir finden: Hauptsache du fährst mit dem Fahrrad. Ob mit oder ohne motorisierter Unterstützung, ist doch ganz egal.

Lenker eines Elektrofahrrads

Ein zuschaltbarer Motor ermöglicht bis zu 45 km/h mit Elektrofahrrädern.

Elektrofahrräder haben den ein oder anderen Vorteil – das muss man ihnen auch zugestehen. Welche Fahrräder gibt es? Welche Unterschiede bestehen zwischen einem E-Bike und einem Pedelec? Warum ist E-Bike-Fahren so toll? Wir haben für dich recherchiert!

E-Bike ist nicht gleich E-Bike

Der Begriff „E-Bike“ wird oft pauschal für alle Elektrofahrräder verwendet. Dabei gibt es beachtliche Unterschiede! Zur Familie der Elektrofahrräder gehören:

  • Pedelecs
  • S-Pedelecs
  • E-Bikes

Wo liegen die Unterschiede?

Pedelec („Pedal Electric Cycle“): Das Fahrrad mit Tretunterstützung für bis zu 25 km/h bei 250W Motorleistung. Das Pedelec gehört – im Gegensatz zum E-Bike – noch zur Klasse der Fahrräder nach StVO. Der zusätzliche Motor unterstützt nur dann, wenn die Pedale getreten werden. Für Pedelecs bestehen weder Helm-, noch Versicherungs-, noch Führerscheinpflicht.

S-Pedelec („Schnelle Pedelecs“): Das Fahrrad mit Tretunterstützung für bis zu 45 km/h. S-Pedelecs sind, wie der Name schon andeutet, auf schnelleres Fahren ausgelegt. Aufgrund der höheren Motorleistung und Geschwindigkeit, besteht für S-Pedelecs Führerschein-, Versicherungs- und Helmpflicht.

E-Bikes („Elektro-Bikes“): Fahrräder mit Zusatzantrieb für bis zu 45 km/h. Im Gegensatz zu den Pedelecs und S-Pedelecs, arbeitet der Motor von E-Bikes unabhängig davon, ob die Pedale getreten werden. Deshalb zählen E-Bikes im Vergleich zu den Pedelecs nicht zu den Fahrrädern, sondern zu den motorunterstützten Fahrzeugen. Bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h zählen sie zur Klasse der Leichtmofas, alles was darüber hinaus geht, macht das E-Bike zu einem Kleinkraftrad und es bestehen Führerschein-, Versicherungs- und Helmpflicht.

95% der pauschal als „E-Bikes“ bezeichneten Elektrofahrräder fallen also in Wirklichkeit in die Kategorie der Pedelecs. Motorisierte Bikes gibt es aber bei allen Fahrrad-Modellen: E-Trekkingräder, E-Citybikes oder E-Mountainbikes. Detailliertere Informationen zu den unterschiedlichen Typen, findest du bei den e-Bike Experten von emotion-technologies.

Die Motoren der Räder werden mittels Akku aufgeladen. Je nachdem, ob und wie kräftig die Fahrradfahrer selbst treten, hält eine Akkuladung für 50-200 Kilometer. Das hängt auch davon ab, ob Gepäck am Rad ist, ob Gegenwind herrscht und wie die Fahrbahn beschaffen ist.

E-Bikes auf der Überholspur

In den fünf Jahren von 2010-2015 hat sich der deutsche Export von Elektrofahrrädern von 48.000 Stück auf 140.000 Stück fast verdreifacht. Auch der Absatz im Land ist jährlich gestiegen: waren es im Jahr 2009 noch 150.000 verkaufte E-Bikes, sind im Jahr 2015 rund 535.000 Stück verkauft worden – die Deutschen haben also fast viermal so viele Elektrofahrräder gekauft! Der Durchschnittspreis für E-Bikes in Deutschland betrug im Jahr 2014 rund 2.800 Euro.

2.500.000 E-Bikes waren im Jahr 2015 auf deutschen Straßen unterwegs. Im Vergleich zu dieser enormen Zahl erscheinen 208 E-Bike-Ladestationen fast schon wenig. So oft werden diese Stationen aber gar nicht gebraucht, da der Akku bestenfalls lang genug hält.

Knappe 80% der Elektrofahrräder sind E-Trekkingräder (40% in Deutschland im Jahr 2014) und E-Citybikes (36% in Deutschland im Jahr 2014). An dritter Stelle stehen E-Mountainbikes (12% in Deutschland im Jahr 2014). Welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Fahrradtypen gibt und welches Fahrrad für welchen Zweck geeignet ist? Das haben wir hier für dich aufbereitet.

E-Bike-Fahren bringt’s: sechs Gründe, warum E-Bike-Fahren Spaß macht!

Grund 1: Egal ob mit oder ohne Motor – jeder Tritt hält fit! Durch das Radfahren kommt dein Kreislauf in Schwung, nahezu alle Muskelgruppen werden trainiert, Glückshormone werden ausgeschüttet und die frische Luft bringt dein Gehirn in Schwung. Außerdem kannst du dir durchs Radfahren auch noch viel Geld sparen!

Warum du öfter mit dem Fahrrad fahren solltest – da gibt es nämlich ganz schön viele Gründe!

Grund 2: Mit einem Elektrofahrrad kannst du nicht nur längere Distanzen zurücklegen, du überwindest Steigungen leichter und kannst besser gegen Gegenwind ankämpfen. Alles in allem kannst du dank der motorisierten Tretunterstützung dynamischer und unabhängiger sein.

Das motiviert natürlich – jedes Erfolgserlebnis spornt zu weiteren Leistungen an und so wirst du bald zur Sportskanone – und das quasi wie von selbst!

Sportler mit E-Mountainbike am Berg

Hoch hinaus: mit dem E-Mountainbike kein Problem!

Grund 3: Das kennst du sicher: du stehst vor einer Ampel, die Straße hat eine leichte Steigung und gestresste Autofahrer sind hinter dir. Das Losfahren mit dem Rad verzögert sich in der Steigung, da du erst deine Balance finden und in die Pedale treten musst. Die Autofahrer überholen dich.

Genau in solchen Situationen hast du mit einem E-Bike gewonnen – eine stabile und schnelle Anfahrt bei Steigungen schützt nicht nur die Nerven der Autofahrer, sondern auch dich!

Grund 4: Hast du gewusst, dass auf einen Autoparkplatz gut 10 Elektrofahrräder passen? Wenn du mit dem Fahrrad zu lange in die Arbeit brauchst, das Auto aber nicht benutzen möchtest, hast du in E-Bikes und Pedelecs dein Glück gefunden. Du kommst vor allem im stockenden Stadtverkehr schneller voran, hast keine hohen Parkkosten und durch den Verzicht aufs Auto, tust du auch noch etwas für die Umwelt. Klingt gut, oder?

mehrere Fahrräder nebeneinander geparkt

Fahrräder effektiv geparkt: so wird Platz gespart!

Grund 5: Sportlich, aber nicht verschwitzt. Wer bei hohen Temperaturen mit dem Fahrrad in die Arbeit fährt, kommt schnell verschwitzt im Büro an. Das muss aber nicht sein. Denn beim Fahren mit einem Elektrofahrrad passiert kommst du weniger ins Schwitzen.

Warum? Erstens ist das Treten mit motorisierter Unterstützung weniger anstrengend und zweitens entsteht durch die schnelle Geschwindigkeit ein stärkerer Fahrtwind. So bewahrst du also einen kühlen Kopf und kannst entspannt in deinen Arbeitstag starten.

Büroangestellte auf dem Weg zur Arbeit mit dem E-Bike

E-Bike fahren bringt’s: sportlich zur Arbeit.

Grund 6: alte Liebe rostet nicht! Wer sein Leben lang gerne Fahrrad gefahren ist, möchte das natürlich bis in hohe Alter genießen. Oft sind für ältere Menschen die Entfernungen aber zu lang oder die Beschaffenheit der Straßen nicht mehr ganz so einfach zu meistern.

Ein Elektrofahrrad lässt die Sache natürlich ganz anders aussehen: ältere Leute schwingen sich wieder auf den Sattel und können ihre Alltagserledigungen und Ausflüge wie gewohnt selbständig und unabhängig durchführen.

Älteres Paar auf dem E-Bike.

E-Bike fahren: in jedem Alter.