E-Bike Display: Vergleich von Displays führender Marken

Die traditionelle Schaltzentrale eines E-Bikes ist der Bordcomputer beziehungsweise das E-Bike-Display. Zwar führt der Trend hin zum Smartphone als Steuergerät. Trotzdem lohnt es sich, die aktuellen E-Bike-Displays wichtiger Marken unter die Lupe zu nehmen. Hier bekommst du einen Überblick über ihre Eigenschaften, Stärken und Schwächen. Außerdem gehen wir darauf ein, wie sich das traditionelle Display im Zeitalter des Connected Biking verändert.

E-Bike Display: Vergleich von Displays führender Marken

In unserem großen Übersichtsartikel „So findest du die beste E-Bike App für deine Bedürfnisse“ haben wir es angesprochen: Das Smartphone wird in Kombination mit geeigneten Apps immer wichtiger als Steuerzentrale von E-Bikes. Schließlich ist es extrem leistungsstark und bietet eine Fülle an Möglichkeiten für ein optimales Fahrerlebnis. Damit kann kein E-Bike Display mithalten.

Für uns steht deshalb außer Frage: In nicht allzu ferner Zukunft sind die Tage des Fahrradcomputers gezählt.

Doch noch ist es nicht soweit. Wer ein E-Bike kauft, bekommt es meist mit Display, und so wie die Räder unterscheiden sich auch ihre Bordcomputer. Aber worin bestehen die wichtigsten Unterschiede, welche Marken beziehungsweise Modelle sind besonders wichtig und welche Wahlmöglichkeiten hast du überhaupt?

So funktionieren E-Bike Displays – Gemeinsamkeiten

Allen Unterschieden zum Trotz teilen E-Bike-Displays die folgenden Eigenschaften:

  • Die Geräte sind mit dem Antrieb deines E-Bikes verbunden. Zur Steuerung nutzt du eine Lenkerfernbedienung, Tasten am Display oder den Touchscreen – wenn es einen solchen gibt.
  • In aller Regel befinden sich Displays gut einsehbar vorne am Lenker, entweder an der Seite oder mittig am Lenkervorbau.
  • Mithilfe des Displays kannst du dein E-Bike steuern und Daten ablesen, zum Beispiel zur Strecke oder deiner Leistung. Allerdings fangen hier die wesentlichen Unterschiede an. Sowohl was die Einstellungsmöglichkeiten angeht als auch bei den einsehbaren Daten sind die Unterschiede zwischen E-Bike-Displays groß.

Arten von Displays

Offizielle Display-Kategorien bei E-Bikes gibt es nicht, aber bei einem Blick auf aktuelle Modelle lassen sich folgende Gruppen unterscheiden:

  1. Einfache, kompakte Displays

    Kompakt und minimalistisch. Ein Display dieser Sorte dient dazu, grundlegende Einstellungen am E-Bike zu tätigen und wenige Daten wie die aktuelle Geschwindigkeit abzulesen. Viele moderne E-Bike-Hersteller setzen auf diese Variante. Sie gehen davon aus, dass ihre Kunden sowieso ein Smartphone am Lenker verwenden. Dann ist ein zweites großes Display eher störend als hilfreich. Manchmal handelt es sich sogar nur um eine Bedienungseinheit mit LEDs ohne Bildschirm.

    Übrigens: E-Mountainbiker, die mit Vorliebe quer durchs Gelände fahren, schätzen minimalistische Displays.

  2. Umfangreiche, vernetzte Bordcomputer

    Mit einem Display wie dem Bosch Kiox hast du einen Fahrradcomputer, der seinen Namen verdient – zumindest ein bisschen. Solche Systeme punkten mit umfangreichen Funktionen, integriertem Navigationssystem, WIFI und GPS. Damit kannst du auf deiner nächsten Tour theoretisch dein Smartphone zu Hause lassen. Nur mit dem Telefonieren oder Nachrichten versenden sieht es dann schlecht aus.

    Außerdem bietet auch ein leistungsstarkes Display für dein E-Bike nicht annähernd die Leistung, die in deinem Smartphone steckt. Schließlich entfalten viele vernetzte Fahrradcomputer ihr volles Potenzial erst, wenn du sie mit einer App auf deinem Handy verbindest.

  3. Steuerungssysteme für Smartphones

    Schließlich gibt es zunehmend Systeme zur Steuerung von E-Bikes, die ohne echtes „Display“ auskommen, sondern auf das Smartphone ausgelegt sind. Sie bestehen oft aus einer intelligenten Halterung und einer App. Auch hier liefert Bosch einige Paradebeispiele.

Alternativ kannst du auf Bike-Computer verzichten und dein Smartphone verwenden, nicht nur zur Navigation, sondern beispielsweise auch für Einstellungen an deinem E-Bike. Allerdings krankt diese Variante noch an der mäßigen Qualität vieler E-Bike-Apps. Mehr dazu später.

Wichtige Eigenschaften von E-Bike Displays

Was ein E-Bike-Display können musst, hängt von dir ab. Wenn du für Navigation und Fitnessdaten ohnehin dein Smartphone verwendest, genügt ein Computer, auf dem du den Ladestand ablesen und mit dem du in einen anderen Fahrtmodus wechseln kannst. Anders sieht die Sache aus, willst du auf das Handy am Lenker verzichten.

Wichtige Eigenschaften und Funktionen sind folgende:

  • Displayart und -größe: Lieber so klein wie möglich oder ein paar Nummern größer? Schon hier scheiden sich die Geister. Einmal mehr gilt: Wenn du dein Smartphone als (zusätzliche) Steuerzentrale verwendest, brauchst du keinen separaten großen Bildschirm. Fährst du nur mit Fahrradcomputer und willst du von diesem viele Informationen ablesen, sollte das Display nicht zu klein ausfallen, damit du auch bei hohen Drehzahlen den Überblick behältst. Dann lohnt sich auch ein Farbbildschirm. Mountainbiker bevorzugen es aus Gründen der Bewegungsfreiheit oft klein.
  • Einstellungen am Fahrrad: Zu den grundlegenden Funktionen von E-Bike Displays gehört die Einstellung des Fahrtmodus. Das muss aber nicht alles sein. Teilweise kannst du über den Fahrradcomputer auch die Beleuchtung regeln oder eine Diebstahlsicherung verwalten.
  • Anzeigen: Selbst ein minimalistisches Display zeigt dir an, wie viel Power dein Akku noch hat und wann es Zeit für eine Ladestation wird. Dazu kommen je nach Gerät zum Beispiel die aktuelle Geschwindigkeit und die zurückgelegte Distanz, die Uhrzeit und die Temperatur.
  • Fitnessdaten: Du versteht dein E-Bike als Sportgerät und Fahrradtouren als Workout? Mit einem Fahrradcomputer, der Fitnessdaten trackt, bleibst du über deine Leistung auf dem Laufenden. Willst du nicht nur die Trittfrequenz, sondern auch den Puls wissen, musst du das Display mit einem entsprechenden Messgerät verbinden.
  • Navigationsdaten: Ein E-Bike-Display mit GPS lässt sich für die Navigation verwenden.

Die Bandbreite von dem, was E-Bike-Displays können, ist also groß. Das zeigt auch ein Blick auf das Sortiment einzelner Marken.

Wichtige Marken und ihre E-Bike Displays im Überblick

Je nachdem, was für einen Antrieb dein E-Bike mitbringt, stammt das Display von einer anderen Marke.

Die folgenden Hersteller gehören derzeit zu den wichtigsten:

Bosch

Der Name Bosch steht nicht nur für qualitativ hochwertige Antriebe. Das Unternehmen hat außerdem eine reiche Auswahl an E-Bike-Displays hervorgebracht. Sie reichen vom einfachen Purion über den vollvernetzten Bordcomputer mit integriertem Navi bis zu Lösungen für das Smartphone.

  • Bosch Purion: Das Bosch Purion trägt seinen Namen zu Recht. Es ist ein minimalistisches E-Bike Display, das Ladezustand, Geschwindigkeit, Fahrmodus, Reichweite, Trip-Distanz und Gesamtdistanz anzeigt.
  • Bosch Intuvia: Auch das Intuvia Display konzentriert sich auf das Wesentliche. Besonders daran ist die separate Bedieneinheit. Außerdem lässt sich das Intuvia Display von Bosch auf die COBI.Bike-Halterung umrüsten.
  • Bosch Kiox und Kiox 300: Dieses kleine und robuste Display mit Activity Tracking ist gut geeignet für sportliche Fahrer. In Zusammenspiel mit der eBike Flow App wird das Kiox 300 ständig um neue Funktionen erweitert.
  • Bosch Nyon: Das Nyon besitzt einen Touchscreen, eine separate Bedieneinheit für während der Fahrt sowie ein Farbdisplay und lässt sich mit der Bike Connect App verbinden. So profitierst du im Zusmmenspiel mit deinem Smartphone von einem großen Funktionsumfang und kannst das Display unter anderem für die Navigation verwenden.
  • Bosch LED Remote: Schließlich gibt es von Bosch eine handliche LED-Steuerzentrale, die E-Bikes mit der eBike FlowApp verbindet. Im Rahmen des Smart Systems von Bosch wird es zur alleinigen Steuerzentrale.

Zusätzlich zu diesen Displays bietet Bosch 2022 mehrere Smartphone-Lösungen für E-Bikes an. Dazu gehören COBI.Bike, SmartphoneHub und Smartphone Grip. Das Prinzip dahinter: Du verbindest dein Smartphone über eine App und über die jeweilige Halterung mit deinem E-Bike. Das Handy wird zum zentralen Display.

Brose

Von Brose gibt es aktuell drei Displays, die zu jedem Brose-Antrieb passen und sich nachrüsten lassen. In ihren Funktionen präsentieren sie sich deutlich minimalistischer als die Konkurrenzprodukte von Bosch:

  • Brose Display Allround: Der Allrounder von Brose besitzt ein Display mit 1,5 Zoll großem Farbbildschirm und sechs große Tasten für die Bedienung. Neben den üblichen Basisfunktionen kannst du damit unter anderem Abblend- und Fernlicht regeln.
  • Brose Display Remote: Das Brose Display Remote beschränkt sich in jeder Beziehung auf das Nötigste. Nicht einmal einen Bildschirm gibt es hier, nur ein farbiges LED-Band.
  • Brose Display Central: Wenn dir das Display Remote zu wenig ist, kannst du es als Bedienungseinheit für diesen 3,5 Zoll-Bildschirm verwenden.

Yamaha

Bei den Namen seiner Displays fasst sich Yamaha kurz.

  • Display A: Das Display A ist Yamahas Minimalist unter den E-Bike-Displays. Geschwindigkeit, Batteriekapazität, Assistenzmodus sowie Reichweite und Kilometerzähler, das war’s. Die LCD-Anzeige lässt sich gut ablesen und das Gerät ist robust. Eine Lösung für Outdoor-Enthusiasten, die das Wesentliche im Blick behalten wollen.
  • Display X: Etwas größer als das Display A und mit einigen wenigen Anzeigemöglichkeiten mehr. So lässt sich das Display X beschreiben.
  • Display C: Das 2,8 Zoll große Farbdisplay C kommt mit Bluetooth und Fitnesstracking. Über eine Verbindung mit deinem Smartphone und beispielsweise Komoot kannst du die Funktionalität des Displays beispielsweise um Navigationsdaten erweitern.

Shimano

Auch Shimano gehört zu den klangvollen Namen im Fahrrad- und E-Bike-Bereich. Derzeit präsentiert das Unternehmen folgende E-Bike-Displays.

  • SHIMANO STEPS E8000: Das minimalistische und kompakte Farbdisplay Shimano Steps E8000 richtet sich bevorzugt an sportliche E-Bike-Fahrer beziehungsweise Mountainbiker. Es dient vor allem dazu, Fahrmodi zu wechseln, einen Blick auf die aktuelle Geschwindigkeit zu werfen und auf dem Laufenden über die Akku-Reichweite zu bleiben.
  • Shimano Steps E6010: Der Nachfolger des E6000, Shimano Steps E6010, ist deutlich größer und kann auch etwas mehr. Außerdem lässt er sich auf sechs Sprachen einstellen.
  • Shimano SC-E6100: Auch das SC-E6100 gehört mit 2,7 Zoll zu den größeren seiner Art und ist gut für Trekkingtouren oder Streifzüge durch die City geeignet. Per ANT oder Bluetooth lässt es sich mit einem Drittanbietergerät beziehungsweise einem Smartphone koppeln.
  • SHIMANO STEPS E7000: Zu den Funktionen des E7000 gehören die Anzeige von Geschwindigkeit, Fahrzeit, Gesamtstrecke, Trittfrequenz, Unterstützungsmodus, Uhrzeit und Akkuladestand. Mehr Möglichkeiten ergeben sich, wenn du das Display mit der Shimano E-Tube App verbndest.

Giant

Bordcomputer von Giant lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

  • Bedieneinheiten: Die am Lenker integrierten Bedieneinheiten von Giant tragen den stolzen Namen RideControl. Sie besitzen wenige robuste Tasten und eine LED-Beleuchtung, die zum Beispiel den Batteriestand anzeigt. Die zentralen Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen liegen in der Zahl der Tasten und der Befestigung am Lenker. Das Ridecontrol Dash schert aus der Reihe, da es als einziges seiner Art ein kleines Display besitzt.
  • Displays: RideDash Displays existieren in zwei Ausführungen, als RideDash Plus und RideDash Evo. Ihr Funktionsumfang lässt sich erweitern, indem du das Display mit der RideControl App verbindest. Dann lässt es sich als Navigations-Gerät verwenden – zumindest in der Theorie. In der Praxis scheitert dies meist an der schlechten Funktionalität der App.

Neben den genannten Displays gibt es noch eine Reihe weiterer von Marken wie Fischer, Panasonic oder Fazua. Allerdings geben die oben aufgeführten Beispiele schon einen guten Eindruck von den unterschiedlichen Bauarten und Funktionen, die du von einem modernen Fahrradcomputer erwarten kannst.

Tipp: Augen auf beim Nachrüsten

Manchmal ist man nicht zufrieden mit dem Display des eigenen E-Bikes oder ein Defekt macht einen Wechsel notwendig. Dann bietet es sich an, auf ein anderes Modell nachzurüsten.

Nicht so einfach, wie es klingt. Denn in diesem Zusammenhang sind zwei Einschränkungen zu beachten:

  • Wie bereits erwähnt, kannst du nicht zwischen zwei Marken wechseln. Hat dein E-Bike einen Bosch-Antrieb, brauchst du ein Bosch-Display.
  • Dazu kommt, dass nicht jedes Bosch-Display zu jedem E-Bike mit Bosch-Antrieb passt. Je nach Jahrgang und Art des E-Bike Systems gibt es dabei große Einschränkungen.

Wir empfehlen dir deshalb: Informiere dich genau vor einem Display-Wechsel und frag lieber noch einmal nach, bevor du einen Bordcomputer und ein E-Bike hast, die nicht zusammenpassen.

E-Bike fahren ohne Display: geht das?

Die Antwort lautet „Ja, aber noch nicht so gut, wie es gehen könnte“.

Etwas ausführlicher heißt das: Die meisten modernen E-Bikes besitzen eine Bluetooth-Schnittstelle, über die du dein Smartphone mit dem Bike verbinden kannst. Außerdem bieten immer mehr E-Bike-Hersteller hauseigene Apps an, über die du auf dein Bike zugreifen und beispielsweise die Unterstützung wechseln kannst. Ein Display ist dann eigentlich überflüssig, vor allem ein traditionelles Display mit großem Bildschirm.

Und ist dein Smartphone nicht sowieso der leistungsstärkere Fahrradcomputer?

Leider können Handys ihre Möglichkeiten als E-Bike-Steuerzentralen noch nicht richtig ausspielen. Das liegt in erster Linie daran, dass die Apps der meisten Hersteller mehr schlecht als recht funktionieren. Da Schnittstellen für herstellerunabhängige Entwickler fehlen, fehlen aber oft auch die Alternativen.

Die PowUnity E-Bike App als Steuerzentrale

Der PowUnity BikeTrax GPS-Tracker gehört heute zusammen mit der PowUnity App zu den führenden E-Bike-Diebstahlschutz-Lösungen. Jetzt bringt PowUnity ihr Connected-E-Bike-Produkt mit einer erweiterten PowUnity E-Bike App auf das nächste Level – zugunsten der BikeTrax User und E-Bike Hersteller gleichermaßen.

Mit dieser App werden BikeTrax User künftig nicht nur ihr E-Bike vor Diebstahl schützen, sondern ihr Smartphone als E-Bike Display nutzen können. Hier laufen alle Services zusammen – von der E-Bike-Steuerung über die Fahrstatistik bis hin zu einem automatischen Wartungs- und Instandhaltungsplan u.v.m. Die mögliche Anbindung des PowUnity BikeTrax GPS-Trackers an den CAN-Bus des E-Bikes lässt außerdem zu, dass weitere Kontrollfunktionen des E-Bikes über die App gesteuert werden können.

E-Bike-Herstellern bieten wir eine Whitelabel-Lösung der PowUnity E-Bike App an, inklusive eines Dashboards, das die Nutzung ihrer E-Bikes in verschiedenen Parametern aufzeigt. Entwicklungs-Kosten für die E-Bike App fallen für die Hersteller keine an.

Fahrradcomputer werden kleiner und verlieren an Bedeutung

Abschließend lässt sich festhalten: Noch spielt das klassische E-Bike Display eine wesentliche Rolle auf dem Markt. Entsprechend gibt es viele verschiedene Modelle bekannter Hersteller. Der Trend geht aber unübersehbar hin zu smarten Lösungen für die Vernetzung mit Smartphones.

Dass diese neuen Lösungen teilweise für Hesteller und Endkunde ganz schön teuer sind, so wie bei Bosch, ist mehr als ein Wermutstropfen.

Wenn du an einer eigenen E-Bike-App interessiert bist, die dich direkt mit dem Kunden vernetzt, ohne dass du von Dritten abhängig bist oder an Entwicklungsdauer und -kosten verzweifelst, dann bist du bei PowUnity genau richtig.

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