„ICH WAR DOCH NUR KURZ WEG!“

Wem dieser Satz schon einmal durch den Kopf geschossen ist, der hat wahrscheinlich entsetzt festgestellt: mein Fahrrad wurde gestohlen!

Fahrraddiebstähle lassen sich nicht zu 100% vermeiden, aber man kann es den Langfingern schwer machen. Wir geben dir 7 Tipps, wie du dein Fahrrad vor Diebstahl schützen kannst – einfach, effektiv und günstig!

WIR FAHREN GERNE AUF ZWEI RÄDERN

Rund ¾ aller österreichischen Haushalte sind mit Fahrrädern ausgestattet: 85% der 30-60 Jährigen besitzen mindestens ein Rad. Die Bandbreite ist groß: Stadträder, Trekking-Räder, Mountainbikes, Rennräder und E-Bikes.

Im Jahr 2015 wurden in Österreich insgesamt 390.780 Fahrräder gekauft, mit 77.200 Stück waren ein Fünftel davon E-Bikes, also Fahrräder mit zusätzlichem Motor. Unsere deutschen Nachbarn haben im vergangenen Jahr 4.350.000 Räder erstanden. Auch dort boomt der E-Bike-Markt: 535.000 Stück wurden 2015 verkauft.


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ÜBER 1.000 DIEBSTÄHLE PRO TAG

Die guten Stücke kosten schnell mehrere Hundert Euro, nach oben hin gibt es keine Grenze: während sich der deutsche Durchschnittspreis pro Fahrrad im Jahr 2015 bei rund 557 Euro einpendelt, kosten E-Bikes ab 2.800 Euro aufwärts.

Auch skrupellose Fahrraddiebe kennen diesen Wert: die Anzahl der Fahrraddiebstähle steigt seit mehreren Jahren an. In Österreich wurden im Jahr 2014 rund 28.300 Bikes gestohlen, in Deutschland waren es im Jahr 2015 ganze 335.000 Fahrräder. Das entspricht rund 1.000 Fahrrad-Diebstählen pro Tag. Die Dunkelziffer ist beträchtlich.

Durch den Diebstahl von hochpreisigen Stadträdern, Rennräder, Mountainbikes und E-Bikes entstehen in Österreich jährlich rund 60-100 Millionen Euro Schaden. Das ist eindeutig zu viel! Wir wollen dir zeigen, wie du einen Fahrraddiebstahl verhindern kannst.

DAS FAHRRAD VOR DIEBSTAHL SCHÜTZEN

Auch wenn es keine 100%ige Sicherheit vor Fahrrad-Diebstählen gibt, mit diesen 7 Tipps kannst du dein Fahrrad besser sichern:

Tipp 1: Schrecke Fahrraddiebe ab

Wer sich lange anstrengen muss, gibt früher auf. Diebe sollen spüren, dass der Aufwand, dein Rad zu klauen, zu groß ist. Gib ihnen das Gefühl, dass sich ihre Anstrengungen nicht lohnen. Ein stabiles Fahrradschloss schreckt Diebe ab!

Es gibt unterschiedliche Schloss-Systeme: Mini-Kabel-Schlösser, Kabel-Schlösser, Panzerketten, Bügel-Schlösser oder akustische Alarmanlagen. Die Preise variieren dabei von zehn bis 150 Euro. Erhältlich sind sie in spezialisierten Sport-Geschäften, Sport-Handelsketten oder über Online-Shops.

Du kannst Diebe auch mit einem lauten Alarm überraschen: Akustische Fahrrad-Alarmanlagen schrecken Fahrrad-Diebe ab! Niemand möchte sich lange mit einem Rad herumschlagen, das laute Warnsignale von sich gibt und Aufmerksamkeit erregt.

Tipp 2: Befestige dein Bike

Das beste Fahrradschloss hilft nichts, wenn Diebe das gesamte Rad wegtragen können. An einem sicheren Ort haben Sie genug Zeit, um das Schloss mit Spezial-Werkzeug zu knacken. Befestige dein Bike daher immer an einem fixen Gegenstand wie einem Straßenschild oder einer Laterne. So machst du es den Dieben schon um einiges schwerer!


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In vielen Städten gibt es eigene Vorrichtungen, um Räder zu befestigen. Häufig sieht man sogenannte Bügelparker aus Metall – dort stehen mehrere Fahrräder nebeneinander mit einem Schloss am Bügel festgemacht. Oft gibt es aber auch überdachte Anlagen, die die Bikes nicht nur vor Diebstahl, sondern auch vor dem Wetter schützen.

Im Freien geparkte Fahrräder sind generell einem höheren Risiko ausgesetzt. Besser geschützt ist dein Bike, wenn du es in einem Haus, einem Keller oder einer Garage abstellst. Dort solltest du es aber zusätzlich noch mit einer Diebstahlsicherung schützen, um Fahrraddiebstahl besser zu verhindern.

Einige Firmen produzieren mobile Fahrradboxen oder Fahrradgaragen für eine überdachte, abgesperrte Unterbringung der Bikes. Von verschweißten Metallboxen bis hin zu Echt-Holz-Unterständen gibt es unterschiedliche Lösungen am Markt.

Tipp 3: Gelegenheit macht Diebe

Professionelle Diebes-Banden spezialisieren sich auf das Klauen von hochpreisigen Rädern wie E-Bikes, Rennrädern oder Mountainbikes. Mit strategisch geplanter Vorgehensweise suchen sie zum Beispiel bei großen Sport-Events, in Radsport-Destinationen oder in Städten nach ihrer Beute.


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Nicht immer werden Fahrraddiebstähle nur von Profis begangen. Immer wieder sind es Privatpersonen, die sich in Ausnahmesituationen ein Fahrrad „ausleihen“. Wer zu lange feiert, ist manchmal nicht mehr ganz bei Sinnen und möchte plötzlich schnell nach Hause. Ein fremdes Fahrrad zu nehmen, ist dennoch verboten und ein unrechtmäßiger Diebstahl!

Diebe nutzen Zeiten, an denen wenig Personen auf den Straßen sind. Vor allem die Nacht- und frühen Morgenstunden an Wochenenden oder vor Feiertagen sind besonders gefährlich. Es gilt daher:

  • Stelle dein Fahrrad an unterschiedlichen Orten ab, es soll nicht immer am selben Platz stehen.
  • Stelle dein Bike an belebten Plätzen ab, wo möglichst viele Leute sind.
  • Stelle dein Fahrrad an beleuchteten Plätzen ab, zum Beispiel bei einer Straßenlaterne

Tipp 4: Mach dein Bike zu einem Unikat

Diebe wollen kein Risiko eingehen, mit einem gestohlenen Bike erwischt zu werden. Je auffälliger dein Fahrrad ist, desto leichter erkennt man es wieder. Bunte Rahmen, verzierte Fahrradkörbe, spezielle Klingeln – alles was ins Auge springt schreckt Fahrrad-Diebe ab.

Oft sieht man Fahrräder mit künstlichen Gras- oder Blumen-Wiesen auf dem Gepäcks-Träger, Flower-Power-Prints am Rahmen oder auffällig bunten Lenker-Griffen. Was auf den ersten Blick nach kreativer Gestaltung aussieht, hat aber auch im als Diebstahlsicherung fürs Fahrrad seine Berechtigung.


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Tipp 5: Gib deinem Fahrrad eine Nummer

Um Fahrraddiebe abzuschrecken oder gestohlene Fahrräder wieder zu finden, kannst du dein Fahrrad codieren lassen. Es erhält eine Nummer, die das Rad eindeutig identifizierbar macht. Die Codierungen werden meist von der Exekutive oder von Autofahrer-Clubs angeboten.

Mit einer Markierpistole wird ein Buchstaben-Zahlen-Code in den Rahmen des Rads eingraviert. Die Gravur ist maximal 0,2 mm tief – das Rad wird dadurch nicht beschädigt. Der Code enthält Informationen über Region und Wohnort des rechtmäßigen Besitzers. Polizei und Behörden können den Code auslesen und das Rad zuordnen – dadurch kannst du dein Fahrrad vor Diebstahl schützen.


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In verschiedenen Städten Österreichs und Deutschlands wird dieser Service kostenlos angeboten und dient somit als Diebstahlschutz und als Fahndungs-Hilfe bei gestohlenen Rädern. Am besten informierst du dich im Internet, wo in deiner Nähe du dein Fahrrad codieren lassen kannst.

Das Onlineportal fase24.eu ist Teil der europäischen Kriminalprävention und arbeitet mit vielen Partnern zusammen, um Fahrraddiebstahl zu verhindern. Du kannst dein Rad online oder bei den lokalen Partnern in ganz Österreich registrieren und schützen lassen.

Das Bundesministerium für Inneres bietet den kostenlosen Fahrradpass an. Darin kannst du alle Merkmale deines Fahrrades (Typ, Marke, Modell, Ausstattung, Code) festhalten und hast schnell alle wichtigen Daten zur Hand. Die Fahrradpässe bekommst du kostenlos bei allen Polizeistationen oder auf der website des Zivilschutzverbandes

Tipp 6: Fahrraddieben auf der Spur

Du hast alles getan, um dein Bike diebstahlsicher zu machen und es wurde trotzdem gestohlen? Noch ist es nicht zu spät! Dank der GPS-Technik (Global Positioning System) können Gegenstände geortet werden. So kannst du dein Fahrrad wiederfinden!

Bei der GPS-Technik handelt es sich um ein globales Ortungssystem, das über die Messung und Berechnung von Satelliten-Entfernungen funktioniert. Laut Angaben des US Governments gibt es derzeit 24 GPS-Satelliten, jeder davon umkreist die Erde zweimal täglich. Auf einer Website des US Governments erfährst du Genaueres über die Funktionsweise der GPS-Technik.

GPS-Tracking fürs Fahrrad: Es gibt bereits verschiedene Lösungen, wie man GPS-Sensoren am Fahrrad befestigen oder im Fahrrad integrieren kann: Rücklichter, Pedale und Handgriffe oder GPS-Elemente, die in Sattelstange oder Rahmen verbaut werden.

Die meisten GPS-Systeme fürs Fahrrad sind über Smartphone-Apps bedienbar. Im Falle eines Diebstahles erhalten die Besitzer eine Benachrichtigung, können das gestohlene Fahrrad über ihr Mobiltelefon orten, die Polizei informieren und den Fahrraddiebstahl verhindern.

Tipp 7: (ver)sicher(t) ist sicher

Versicherungsunternehmen bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Stadträder, Mountainbikes oder E-Bikes zu versichern und im Falle eines Fahrraddiebstahls den finanziellen Schaden zu minimieren. In der Regel gibt es zwei Möglichkeiten: eine Hausratsversicherung mit Zusatz fürs Fahrraddiebstahl oder eine eigens abgeschlossene Fahrrad-Versicherung.

Die Kosten für die einzelnen Schutzleistungen variieren, im Großen und Ganzen kann man aber davon ausgehen, dass jährlich ca. 15% des Kaufpreises als Versicherungsprämie zu zahlen sind. Versicherungen legen außerdem Wert darauf, dass ihre Kunden das Fahrrad zusätzlich schützen, die Ansprüche auf Versicherungsleistungen sind daher meist an gewisse Konditionen gebunden.

Sollten gewisse Konditionen nicht erfüllt sein, sind im Falle eines Diebstahls noch Selbstbehalte zu zahlen. Schlimmstenfalls kann man auch den Anspruch auf die Versicherungsleistung verlieren. Eine Fahrrad-Versicherung kann dir also deinen finanziellen Verlust mindern, du kommst aber nicht darum herum, die eine verlässliche Fahrrad-Sicherung zuzulegen.

NEVERLOSE VON POWUNITY

NeverLose ist eine elektronische Diebstahlsicherung für hochpreisiges Sportequipment wie Ski, Snowboards und Fahrräder. Die Diebstahlsicherung basiert auf einer mechanischen Sicherung, einem Bewegungssensor und einer akustischen Alarmeinheit. Verbunden über eine Mobile-App am Smartphone wird der Besitzer automatisch informiert, wenn sich etwas an der Position der Ski oder des Fahrrads verändert.

Eine eigene Fahrrad-Halterung ermöglicht den einfachen Transfer von Ski auf Bike – so kannst du mit einem NeverLose-Gerät mehrere Sportgeräte vor Diebstahl schützen. NeverLose zur optimalen Sicherung deines Fahrrads wird ab Oktober 2016 im PowUnity-Online-Shop erhältlich sein.


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